»
^
2ZO >_________________________
Die Stutenmilch ist für die meisten tatarischenNationen ein äusserst angenehmes Getränke, undmanche Schriftsteller ziehen sie selbst dem besten grie-chischen Weine vor. Sie ist an sich flüssiger als dieKuhmilch, hat aber einen Beygeschmack, den nichtJedermann angenehm findet. Läßt man sie dagegensauer werden, so erhält sie eine sehr angenehme Wein-säure. Sie giebt wenig Rahm, und ist in dieserRücksicht nicht sehr geschickt, um Butter daraus zu
machen.
Die Milch der Hunde und Katzen wird in Ma,rokos mit großem Appetite verzehrt; wenigstens ver-sichert es Berg, obgleich der Herausgeber erwei-sen zu können glaubt, daß es nicht allgemeine Sittebey den Muhcunmedanern werden kann die Hunde zn
melken.
So gar das warme Blut verschiedner Thierewird von einigen Nationen für sehr lecker gehalten.Die krimmischen Tataren öffnen den Pferden die Hals,ädern und trinken das Blut unmittelbar daraus. Auchdie nogayischen Tataren und die Kalmücken an derWolga lassen ihren Pferden und den Kameelen zurAder und trinken das Blut warm. Eben so machenes die Samojeden mit ihren Rehnthieren, und dieNeger in Mosambique und Melinda. Selbst in Ast»,pien läßt man den Pferden zur Ader, mischt das Blutmit Milch, und halt dies für eine unvergleichliche Le-ckeren. Wenigstens findet man verschiedene Stellen inrömischen Dichtern, die sich auf diese Gewohnheit be-ziehen. Auf der Insel Timor findet man eben diesenGeschmack an warmen Blute. Ist indessen der Ge-schmack der Habessinier nicht noch viel wunderbarer,
wenn
Nn,
>?!! ,'.,,