Druckschrift 
2 (1792)
Entstehung
Seite
280
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ten wird auch das Wasser getrunken, worin manFleisch abgekocht bat. Fleischbrühen werden von ver-schiedenen sibirischen Nationen, nach Geolgis Zeug,niß, als erquickendes Getränk gebraucht. Die Kal,mucken an der Wolga halten die ungesalzene Fleisch,brühe für eine große Erquickung.

Unter diesen warmen Getränken ist wohl derTheeaufguß eines der berühmtesten. In China undJapan, woher wir den Genuß dieses Getränkes ge<lernt haben, genießt man den Thee als täglichesGet'änke. Die feinsten Sorten des Tbees sollen'auchin der That sehr angenehm schmecken, wenn sie gleichohne Zucker genossen werden. In Japan nimmt manstatt der Blätter wohlriechende Blumen, daher dennder dortige Thee vorzüglich lecker seyn soll. ^)

Vermuthlich hat man anfangs die Blätter desTheestrauches zur Verbesserung eines unschmackhaftenWasZcrs angewandt, bis endlich die Gewohnheit die-ses Getränke zum Bedürfniß und zum Gegenständedes Luxus machte. 65) Anstatt uns in eine weitläuft

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64) Besonders werden dazu die Blumenblätter der ^g-mellia in Japan angewendet, um dem Thee einenseinen Geschmack und vortrefflichen Geruch mitzultheilen. F.

65) Nicht bloß das Wasser schmackhafter zu machen,aus Gewohnheit und Luxus trinkt man den Thee.Ich gestehe gerne, daß auf meinen Reisen in Nußiland, und in der zSüdsee, nach langen Fußgangenoder Reisen zu Pferde bey sehr heißem Welter, unddarauf erfolgter grosser Abspannung, mich kein Wein,keine Art von Früchten und Getränken, sosehr er,

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