Druckschrift 
2 (1792)
Entstehung
Seite
237
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Einige Schriftsteller ziehen den dänischen Karpfenallen übrigen vor.

Als eine Abart des eigentlichen Karpfens ist dersogenannte Spiegelkarpfen bekannt: er unterschei-det sich durch seine ungemein große Schuppen, die nureinen Theil des Körpers bedecken. Man bereitet ihneben so zu, und ißt ihn eben so gern als den gewöhn-lichen Karpfen. 4 4)

c. Der Plötz ((ü. e^^ey)/lt/^/^«/) ist ei-ner der gemeinsten Fische in Deutschland, und wirdin der Mark Brandenburg und in Pommern sehr häu-fig gegessen. Ausserordentlich lecker ist -er nicht; imWinter und in der Laichzeit sogar mager und dürr,aber im Sommer fett und schmackhaft. Doch wirder größtentheils nur von gemeinen Leuten gegessen.

6. d. 5-«t57tt/ (das Rothauge) ist ebenfallsin Laudseen und Flüssen ungemein häufig, und beson-ders wegen seiner großen Schlauigkeit bekannt. Seinweisses Fleisch hat einen guten Geschmack, ist aberwegen der vielen Graten nur bey dem gemeinen Man-ne beliebt.

o. 5. «H/tt/ (die Nase) halt sich in den Tie-fen großer Seen auf: auch findet man sie in derWeichsel, in der Elbe und Oder sehr häufig zur Früh-lingszeit. Sie hat ein weißes, süßes und fettes

Fleisch

44) Daß die Flußkarpfen, denen aus stehenden Was,fern vorzuziehen sind, ist eine ausaemachse Wahnheit. Ob der Spiegelkarpfen bloß eine Abcut sey,ist noch nicht ausgemacht, indem ganz neuerlich sollches einige genaue Beobachter bezweifeln wollen.