Druckschrift 
2 (1792)
Entstehung
Seite
196
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d. Der Aal (IVl. ^«FmAa) ein sehr bekanntetFisch, der unter den thierischen Leckereyen eine vor-zügliche Stelle verdient. Das Fleisch ist fett und süß:man hat es mit dem Geschmack der Lanzberts - Nüsseverglichen. Unsere Aale der stehenden Gewässer sindnicht von so angenehmen Geschmacke, üls die Aale inFlüssen und salzigen Seen. Ein guter Aal darf we-der zu groß noch zu klein seyn i und man muß nur im-mer sparsam davon essen, weil das Fleisch nichtsehrleicht zu verdauen ist. Schon Hlppbkrates erklärtedasselbe für ungesund, und neuere Aerzte stimmen mitihm überein. In Norwegen werden die großen Aalegetrocknet und so gegessen. Die Grönländer babeneinen besondern Abscheu gegen die Aale, und essen sienicht. ^- In Tondern im Schleswigschen fangt manim Herbste den so genannten Pinnikaal, der sehrfett und lecker seyn soll: er hat einen kleinen Kopf undschwarze Flossen. In Hamburg pflegt man erst denAal abzuziehen, ihn alsdann mit Salz und Gewür'zen einzureihen, hierauf die Haut wieder über zu zie- !tli

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hen und ihn alsdaun zu räuchern: auf diese Art soll « ^er vorzüglich lecker werden: man nennt ihn alsdann ^,.Kulpaal. Im Erkefiuß giebt es die fettesten Aale in "

England: man fing einst einen, der 7 Fuß lang, 27 ^Zoll im Umfange hielt, und Z6 Pfund schwer war. ^Die Aale in der Donau sind auch vortrefflich und^^l

fett. - -)

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29) Ich habe in der Wolga keine Aale bemerkt,und man konnte mir keine aus diesem Strohmeverschaffen. In England giebt es sehr große undsehr lecker schmeckende Aale.

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