Druckschrift 
2 (1792)
Entstehung
Seite
190
Einzelbild herunterladen
 

'D^

»

I9O

indessen, daß man die ungebohrnen Hayfische von ver-schiedcnen Arten für sehr lecker halte.

4. Der Seedrache (cuiklärkz Mo«./?-o/5l) wird zwar selbst nicht gegessen, aber dieNorweger backen aus seinen Eyern wohlschmeckendePfannkuchen.

5. Störe.

2. Der Stör (äcirenFLn. /nno) wurde vonden alten Römern sehr geschätzt. Wenn dieser Fischaufgetragen wurde, so kamen die Bedienten mit Krän-zen aus den Häuptern und mit Musik begleitet, indas Zimmer. Das Fleisch ist weiß, derbe, sehr fettund klebricht, hat viel Aehnlichkeit mit dem Kalbfiel-sche, ist aber schwerer zu verdauen, und soll im Zu-tuns am schmackhaftesten seyn. Die Männchen sindschmackhafter als die Weibchen, doch sind auch diesenicht zu verachten, wenn es nur Rogner sind. DieLeber soll für sich zu süß seyn , daher pflegen sie dieKöche mit der Galle zu reiben. Uebrigens wird dasFleisch für sehr nahrhaft gehalten, und mau vergleichtes mit dem Schweinefleische. Vom Kopfe bis zumSchwanz gebt eme knorplichte Gräte, die auch bis-weilen gegessen wird. *) Das Rückenstück des Fi-sches soll dem Kalbfieische, das Bauchstück aber demSchweinefleische ähnlich seyn. Einer der grössesten

Lobredner des Störfieisches. ist Pennant. In

Dan-

») Clnna'lla heißt in Italien der gesalzene und geräu/cherte Nückgrad des Störs, welcher für eine befoltt

,«, dec ^

Mnl

H

!W ^

dere Lcckerey gehalten wird.

Spr.