'^!.
' ^
«8z
leich, als eine große Delicat?sse, gegessen. Auchbekommt dies Gericht sehr wohl, wenn man nur denKopf und Schlvanz abschneidet. Pomet bezeugt,daß es selbst unter den höhern Ständen in Frankreichlvenige Menschen giebt, die diese Schlangenart nichtstr eine besondere Delice halten. Du Tertre aßin Paris Vipern, die wie junge Hühner schmeckten.Auch in Italien werden sie ohne Gefahr gegessen.
Die Brillenschlange (5. Na/H) wird zwar
nicht gegessen: aber die Sarden essen die Natter(5. ^5nx) recht gerne. Ein Franzose, der sichvor mehrern Jahren auf unsern Wermdö-Scheerenaufhielt, trocknete sich Nattern und aß sie gespickt mitgroßem Behagen. Kurz, wenige Arten ausgenommen,lverden fast alle übrigen Schlangen von vielen Na-tionen sehr gerne gegessen.
Ob sie aber so gesund seyn, ist eine andere Fra-ge. Galen und Renaudot behaupten, daß derGenuß des Fleisches schädlich sey, und einen sehr hefttigen Durst erwecke. Redt hingegen bezeugt vielePersonen gekannt zu haben, die beständig Schlangenaßen, und doch nicht durstiger waren, als nach einerandern Fleischspeise. Abatius vechchert sogar, daßdie Schlangen nicht allein nicht ungesund seyn, son-dern zur Verlängerung des Lebens beytragen können.In Italien essen viele Menschen die Schlangen, bloßin dieser Absicht; und das Frauenzimmer liebt sie,weil es glaubt, schöner davon zu werden. —Die Alten wußten sehr wohl, daß das Gift derSchlangen sich verliert, sobald sie in der Küche zu-bereitet worden. Celslls unter andern versichert,dlß man die Nattern ganz sicher essen könne. Man
M 4 wei