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A. Schulte, Adel und deutsche Kirche im Mittelalter.
freien Abt als Regel beweisend), St. Denis (wahrscheinlich),ebenso St. Germain-des-Pres, St. Marie und St. Medard inSoissons, Faremoütiers-en-Brie, Ste. Croix in Poitiers, Sta. Mariain Scriniolo in Tours und St. Cyran-en-Brenne, wegen desZusatzes (les Dames) würde ich auch Beaume-les-Dames ver-mutungsweise nennen.
Ich kenne die Geschichte dieser Kirchen und des Adelszu wenig, um in eine gesunde Prüfung da eintreten zu kön-nen; das setzt Kenntnisse voraus, die im allgemeinen nur einKind des betreffenden Landes erarbeiten kann. Aber ichmöchte doch nicht versäumen, auf die Gefahren hinzuweisen,die dann vorliegen, wenn man keine ausdrückliche, auf denallgemeinen Zustand sich beziehende Nachricht hat oder eineListe eines Konventes nachprüfen kann, wie es bei S. Giuliain Brescia der Fall ist. Nachrichten über einzelne leitendePersonen oder einzelne Insassen können irre führen. Schondie Umgestaltung der Adelsverhältnisse in all diesen Ländernmacht es unwahrscheinlich, dass noch nach 1200, wo brauch-bare Konventslisten wohl vorhanden sein werden, sich hoch-adlige Konvente nachweisen lassen. In Deutschland waren dieStandesverhältnisse weniger verschoben, und daher konnte ichvon dem Ausgangspunkte (der Reichenau im 13. Jahrhundert)leichter rückwärts gelangen, als es in diesen andern Ländernder Fall war. Aber die Existenz einzelner freiständischer, jaedelfreier Anstalten ist für Italien, Frankreich und Englanderwiesen, die Meinung über die Anzahl solcher Anstalten magstrittig bleiben.
Somit ist festgestellt, dass wir es nicht mit einer deutschenEigenart zu tun haben, sondern mit einer germanischen Ein-richtung, wobei auch weiter verbreitete Einflüsse der Grund-herrschaft eingewirkt haben mögen. Erwiesen ist auch, dasssie bis in die Zeit der Merowingerkönige zurückgreift. Was ichschüchtern tastend wahrscheinlich machte, ist durch den Um-blick der Studien Böhmers dargetan.
Auch auf eine demnächst erscheinende Arbeit aus der