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<2> (1922)
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Standesverhältnisse in Domkapiteln und Männerklöstern.

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Kaiser Heinrich II. liess hier wie in Hersfeld die Reform ge-waltsam durchführen, und da bezeugt die Vita Bärdonis, dassalle ingenui et liberi das Kloster verliessen, alle anderenQuellen bezeugen aber, dass der ganze Konvent sich zerstreute,und ähnlich liegt es bei Hersfeld. Leider haben Hacks Unter-suchungen bei Lorsch und Weissenburg zu keinem sicherenErgebnisse geführt.

Dass Murbach, eine fürstliche Abtei, höchst vornehm ein-gerichtet war, stand längst fest. Jetzt hat Georg Wagner 1 )gezeigt, dass die Abtsliste bis zu einem päpstlichen Eingriffeim Anfange des 14. Jahrhunderts nur edelfreie Personen kennt,und in der spärlichen Konventsliste ergibt sich, dass zwischen1200 und 1210 das Kapitel auf drei Mitglieder zusammen-geschmolzen war, und dann zog der niedere Adel ein, der sichnun bis zum Ende der Abtei dort hielt. Gar gern wüssteman, wie es um die reichsfürstlichen Abteien Lüders (Lure),Luxeuil 2 ) und St. Oyen sowie um das fürstliche FrauenstiftRemiremonfc stand. Das wird bei der jetzigen Lage, da ohnearchivalische Studien in Frankreich nicht zum Ziele zu kommenist, wohl noch lange unbekannt bleiben.

Von den 981 in dem Heeresaufgebot genannten Aebtensind nunmehr als an der Spitze von freiständischen oder edel-freien Klöstern stehend nachgewiesen worden die von Reichenau,St. Gallen, Ellwangen 3 ), Kempten, Fulda, Hersfeld und Murbach.

germanische Christentum in Theologische Studien und Kritiken (1913)86, 726 bestritten worden, der ständige Dauer freiständischen Charaktersannimmt; von Schubert, Geschichte der christlichen Kirche im Früh-mittelalter (1921) 620 Anm. 1 stellt sich auf die Seite Hacks.

') Georg Wagner, Untersuchungen über die Standesverhältnisseelsässischer Klöster, in Beiträge zur Landes- und Volkskunde Elsass-Lothringens, Heft 40 (1911).

2 ) Böhmer S. 200 führt die Stelle der Vita Columbani 1, 10Ibi nobilium liberi undique concurrere nitebantur" u. a. an.

3 ) Nach den Annales Elwacenses (Württemb. Jahrbücher f. Statist.1888, Beilage) ist aber im 14. Jahrhundert nur ein Abt aus hohem Adelhervorgegangen.

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