— VII —
bevor die Veröffentlichung grösserer Katalogabteilungen erfolgt.Die Katalogisierung der Gymnasialbibliothek — mit Ausschlussder Inkunabeln — kann nun, die Bewilligung der erforderlichenKredite für Arbeitshülle vorausgesetzt, durch einen mit biblio-graphischen Aufnahmen völlig vertrauten wissenschaftlichen Hülfs-arbeiter, der sich ausschliesslich dieser einen Arbeit zu widmenhätte, voraussichtlich in etwa 5 Jahren bewerkstelligt werden;damit wird dann allerdings das Material derartig vorbereitetsein, dass die Kataloghefte in kurzen Zwischenräumen er-scheinen können. Die Verausgabung von grösseren Verwal-tungsberichten, Denkschriften u. dergl. wird nach Bedürfnisauch weiterhin erfolgen.
Das vorliegende Heft bietet zunächst eine unter dem4. August 1888 dem Oberbürgermeister der Stadt Köln vor-gelegte Denkschrift, und zwar in einer etwa auf den dreifachenUmfang erweiterten Gestalt. Möge die Schrift ihren Zweck,der vorgesetzten Behörde, den Mitgliedern der Stadtverordneten-Versammlung und dem grossen Publikum, insbesondere den Be-wohnern der Stadt und ihrer Umgebung, von der weitverzweigtenund mühsamen Sammelthätigkeit der Bibliothek und von denweitgehenden Bedürfnissen einer solchen Anstalt überhaupt eineAnschauung zu geben, in vollem Umfange erreichen. Eineöffentliche Bibliothek hat die Bestimmung zu wachsen, in stei-gender Progression zu wachsen. Die unsrige bedarf dringendeines Neubaues, da sowohl der Lesesaal wie die oberen Bücher-säle ganz unzureichend geworden sind; sie bedarf vor allemauch der thätigen Teilnahme aller, welche die Bibliothek nichtbloss durch fleissige Benutzung, sondern auch durch Zuwendungvon Büchergeschenken zu fördern in der Lage sind.
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