Profentz, Proventz, Provense, Provensa, Provenssa, Provenzaund Profenza, aber die auf sa and za endigenden italienischenFormen überwiegen die zuerst auftretenden deutschen Schrei-bungen, die natürlich ebensogut auf eine italienische wie aufeine französische Vorlage zurückgehen könnten, ungefähr um dasDoppelte an Zahl und herrschen von S. 72 ab allein. Wenigerbeweisend sind natürlich die Namensformen Gallia, Babiloniaund Allexandria, denn hier könnte es sich an und für sichja auch um latinisierte Namensformen handeln, die auch VeitWarbeck in diesen Fällen verwendet. Im Zusammenhang mitden übrigen Italianismen dürfen wir aber wohl auch sie aufdas Konto einer italienischen Vorlage buchen. Voll beweisendfür die italienische Vorlage ist aber besonders der StadtnameAqua morta für Aigues mortes oder Totenwasser, Hier kann derÜbersetzer schlechterdings nur einer italienischen Quelle folgen,denn latinisiert würde dieser Stadtname Aquae mortuae oderdoch wenigstens Aqua mortua lauten müssen, Aqua morta ist dierein italienische Namensform. Einen ganz eigenartigen, meinerMeinung nach aber gleichfalls ganz sicheren Beweis einer italieni-schen Vorlage unserer deutschen Bearbeitung bietet uns auch dieNamensform, mit welcher sie den Vater des Helden benennt?Hans von der Weichsel. Der Gebrauch des Artikels in dieserNamensform liefert uns den Beweis, daß der deutsche Bearbeiterbei dieser Benennung nicht an die Weichselkirsche gedacht hat,sondern an den Weichselfluß, so sonderbar auch die Übertragungdieses Namens auf einen südfranzösischen Dynasten uns er-scheinen mag. In den beiden französischen Rezensionen führtder Graf den Namen Jehan (Jean) Cerise. Hätte unser deutscherBearbeiter diese Namensform vor Augen gehabt, so wäre es dochschwer zu erklären, wie er von ihr aus zu seiner ÜbersetzungHans von der Weichsel gekommen sein sollte. Hans Kirsch oderHans von Kirsch wäre dann doch wohl für ihn das Gegebenegewesen. Der Gedanke, das Jean Cerise mit Hans von derWeichsel zu übersetzen, würde ihm dann wohl um so wenigerin den Sinn gekommen sein, als der Familienname Kirsch inDeutschland ja nicht ungewöhnlich ist und es wohl auch zujeaet Zeit nicht war. Aber auch angenommen, der Name Kirschsei damals überhaupt oder in der Heimat des Bearbeiters ab-sonderlich gewesen, so ist der Weg, den des Bearbeiters Gedanken
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