Druckschrift 
Die schöne Magelone : Hystoria von dem edeln Ritter Peter von Provenz und der schönsten Magelona, des Königs von Naples Tochter ; älteste deutsche Bearbeitung nach der Handschrift der Preussischen Staatsbibliothek Germ. 4 ̊1579
Entstehung
Seite
123
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Zur Einführung

Die Handschrift, von welcher der vorstehende Abdruck ein,soweit es die andersartigen Bedingungen des Typensateesund eine billige Rücksicht auf den modernen Leser, dem ichglaubte durch Auflösung der ihm ungewohnten Abkürzungen undHinzufügung einer das Verständnis erleichternden Interpunktionentgegenkommen zu sollen, gestatten, getreues Abbild gibt, hatdie Preußische Staatsbibliothek im Jahre J9J4 aus dem Anti-quariat von Jacques Rosenthal in München erworben. In denBeiträgen zur Forschung, Studien und Mitteilungen aus demAntiquariat Jacques Rosenthal, München, J. Folge Heft 3,Seite 73— 76, Tafel XII, hat der verstorbene Max Loßnitzer,Dresden bereits J9J4 eine kurze Beschreibung und Würdigungdesselben erscheinen lassen, die aber dem Zweck jener Beiträgeentsprechend, den Appetit des Literatur- und Kunstfreundes mehrzu reizen als zu befriedigen geeignet ist. Ich möchte wünschen,daß die vorliegende Ausgabe, die sich das schwierige Ziel ge-steckt hat, sowohl dem Bücherfreunde eine verwöhnten An-sprüchen genügende Liebhaberausgabe der reizenden Novelle zubieten, als auch dem Germanisten vom Fach und dem Kunst-gelehrten vom Beruf in dem diplomatischen Abdruck des Textesund in der getreuen Wiedergabe der Bilder einwandfreie Grund-lagen für ihre Fachstudien zu geben, dieses ihr Ziel allseitig er-reicht hat, doch verhehle ich mir nicht, daß es unmöglich ist,durch einen Kompromiß, wie ihn die vorliegende Ausgabe bietenmuß, alle z. T. widerstrebenden Wünsche so verschiedenartigerInteressenkreise voll zu befriedigen, und würde es für genügenderachten, wenn Niemand von ihnen ihm Wesentliches in meinerAusgabe vermissen würde. So würde vielleicht der germanistischnicht erfahrene Bücherfreund den Text lieber in einer geregelten,gleichmäßigen, vielleicht sogar lieber in einer modernisiertenOrthographie und mit leichten syntaktischen Änderungen, dieveraltete Satzkonstruktion beseitigen, zu lesen wünschen. DasEingehen auf solche Wünsche würde aber die Ausgabe entwederfür den Germanisten ganz unbrauchbar gemacht haben, oder dieHinzufügung eines umständlichen und ihm den Gebrauch sehrerschwerenden kritischen Apparates erforderlich gemacht haben,

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