ihm allein möglich war, den Papiergrund der Handschrift mitseinen zufälligen Flecken und Schäden und vor allen die be-sonders in den Bildern der ersten drei Lagen der Handschriftso außerordentlich störend wirkenden, durchgeschlagenen Schrift-züge der Gegenseiten auszumerzen und die Federzeichnungenin ihrer reinen Form zum Abdruck zu bringen. Es hat das vielMühe und Arbeit gekostet, aber ich hoffe, das Resultat wird all-seitig befriedigen. Letzten Endes kann natürlich keine Repro-duktion, selbst der Lichtdruck nicht, das Original voll ersetzen,und es werden für den Kunstforscher natürlich immer Fragenbleiben, zu deren Entscheidung er auf das Original selbst wirdzurückgehen müssen.
Exkurse
Die Handschrift
Die Handschrift enthält 56 Blätter. Ihren Anfang bildet ein nichtzu der ersten Lage gehöriges, leidet durch Feuchtigkeit braun-fleckig gewordenes und durch Brüchigkeit an den Rändernstark beschädigtes Vorsatzblatt, das mit einer offenbar als Titel-zeichnung gedachten Darstellung der beiden Helden der Ezäh-lung, Peter und Magelone, in Federzeichnung versehen ist. Inunserer Ausgabe ist diese Zeichnung deshalb auch auf demdem Text unmittelbar vorausgehenden Titelblatt angebracht.Einen Titel, wie ihn dieses über dem Bilde bietet, hat die Hand-schrift jedoch an dieser Stelle nicht, derselbe ist vielmehr derSchlußschrift der Handschrift entnommen. Form und Anordnungunseres Titelblattes entsprechen aber dem Geiste der Zeit, und dieillustrierten französischen Drucke von Lyon sowie die SteinerschenDrucke der Warbeckschen Übersetzung bieten genaue Parallelen.Die übrigen 55 Blätter der Handschrift bilden 7 Lagen, vondenen jede, außer der zweiten, die 10 Blätter umfaßt, 8 Blätterenthält. Von der letzten Lage (Bl. 51—55) sind freilich die letztendrei textfreien Blätter abgerissen. Das Papier der ersten dreiLagen (Bl. J—26) hat kein Wasserzeichen; es ist schlecht geleimtund hat infolgedessen die Schrift der einen Seite oft zur anderndurchschlagen lassen, so daß sich die Schriftzüge der Vorder-und Rückseiten oft erheblich stören und besonders die Bilderdieses Teiles durch die durchgeschlagene Schrift meist erheblich
■m