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bald darauf läßt et Petef S. 66 wünschen, daß er vor vier Tagengestorben wäre, d. h. am Tage der Fluchtverabredung; wahrschein-lich hatte er geschrieben: vber den drit nehenden tag. Ein besonderskrasses Abschreiberversehen liegt S. 74,16 vor in: verhaissen st.verlassen, und nicht viel besser ist es, wenn der Schreiber 98,24:genesen schreibt statt geessen oder 90,7 den Peter den Sultangenediglich bitten läßt statt genendiglich. Alles das sind Versehen,die unmöglich der Bearbeiter hätte machen können, wenn erdie vorliegende Reinschrift selbst hergestellt hätte, oder die erunkorrigiert gelassen haben würde, wenn sie in seinem Auf-trage, mit seinem Wissen und unter seiner Kontrolle angefertigtworden wäre.
Der Bearbeiter
"Wenn nun aber, wie wir im vorstehenden Exkurse ausgeführthaben, in unserer Handschrift nur eine unabhängig von demBearbeiter von fremder Hand hergestellte Abschrift vorliegt, soerheben sich die Fragen, ob und wie weit diese Abschrift örtlichund zeitlich von dem Original entfernt ist. "Was nun zunächstdie Ortsfrage anbetrifft, so ist hier meiner Ansicht nach einUnterschied zwischen der Heimat des Abschreibers und der desursprünglichen Bearbeiters in unserer Handschrift schlechterdingsnirgends zu erkennen. Der Dialekt derselben ist durchaus ein-heitlich, und ich habe nicht den geringsten Anhaltspunkt gefunden,der uns zwänge, zwischen der Sprachheimat des Bearbeiters undder des Schreibers zu unterscheiden. Auf dialektischen Unter-schieden beider beruhende Mißverständnisse konnte ich nichtfeststellen, denn das einzige: verhaissen statt verlassen, das ja alsVerlesung von verlaissen auf eine westmitteldeutsche, rheinischeHeimat des Bearbeiters würde schließen lassen können, ist denndoch zu isoliert, um darauf einen zwingenden Schluß gründenzu können. "Wer weiß, welche rein mechanische Tücke in diesemvereinzelten Falle mitgespielt haben mag? Der Dialekt unsererHandschrift ist durchaus der der Stadt Nürnberg, wovon mansich leicht überzeugen kann, wenn man die Sprache unsererHistorie mit der der nürnbergischen Stadtchroniken und Ge-schlechterbücher, des Endres Tucherschen Baumeisterbuches undanderer sicher als nürnbergische Dialektschriften bezeugtenWerke vergleicht. Das Spezifische des nürnbergischen Idioms ist
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