132über alle, die Gutes thun, fürnemlich überdie Juden, und auch über die Griechen d.i.die Heiden. Letztere können also Gutes khun,und auch ihnen ist in dem Fal, Herrlichkeit undFriede verheissen.Einige übel unterrichtete haben zwar denSatz, allen ausser der Kirche seyenden dasHimmelreich absprechen zu müssen, als einalgemein angenommenes Kirchengesetz der Rö-mischkatholischen Kirche mehrmalen andichten wol-len. Allein der Herr Hofkriegsraths SekrekairAndr. Zaupser, ein Mann von vortreflichen Ta-leuten hat hievon das Gegentheil in seiner Ab-handlung über den falschen Religionseifer S. 20.ganz deutlich erwiesen. Seine Gründe sind umſo wichtiger und gültiger, da dieſe Abhandlungvon dem Kurfürstl. Bücher Censar Kollegium inMünchen, als einem dieser Sache ganz gewiß ge-eignetem Tribunal, völlig gut geheissen ist, wiesolches auf dem Titul selbst dieses in Münchenim Jahr 1780 bei Strobl gedruckten Buches zuersehen ist. Herr Zaupser sagt nemlich daselbst:Herr v. Haller da er die bekannte Epitre a ura-it nie wiederleget, wagt nach seiner Gewohnheiteinen Ausfall auf die katholische Kirche, und„ leget ihr ohne Bedenken die Lehre zur Last,„ daß alle Unglaubige, die vom Lichte des Kri-flenthums nichts wissen, zugerüstete Braten der„ Hölle sind. Allein, wo hat Herr v. HallerA dieses Dogma der katholischen Kirche gelesen?„In welchem Koncilium ist diese Glaubenölehrefestgesetzet worden? Vernünftige Katholickensehen doch immer mit einem eben so getröstetenAuge
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Philosophische Betrachtungen eines Christen über Toleranz in Religion, zur Grundlage der Vereinigung sämmtlicher Religionen
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132
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