Druckschrift 
Philosophische Betrachtungen eines Christen über Toleranz in Religion, zur Grundlage der Vereinigung sämmtlicher Religionen
Einzelbild herunterladen
 

Innhalt.Erster Abschnitt.Worin gezeiget wird, daß in der christlichen Reli-gion, so lange man in selbiger gegen den Willenihres Stifters, in dem äusserlichen Gottesdiensteinen inneren reellen Werth setzet, die verschiede-nen Absonderungen unvermeidlich sind.§. 1. In der speculativen Theorie der dogmatischen Theo-logie giebt es verschiedene Sätze, die nicht biszur Evidenz erkläret werden können.§. 2. Dieß kan aber keinem redlich gesinnten anstößig seyn,sondern man kan die Religion auf ihre erste Grund-sätze reduciren, und von aller äusseren Einkleidungabsondern: aus dieser verkehrten verschiedenen Einklei-dung entstehen aber auch verschiedene Absonderun-gen in der Religion.§. 3. In der von Christo eingeführten allgemeiner Reli-gion ist diese äussere Einkleidung der Religion, denMenschen nach ihrer Klugheit und Einsicht einzurich-ten, überlassen worden.§. 4. Dies wird ferner aus der Geschichte der allererstenKirche bewiesen.§. 5. Fernere Gründe hievon.§. 6. Hieraus fließt aber nicht, daß es gleichgültig sey:ob, und wie eine Vorschrift zur Einrichtung der äus-seren Religion, gegeben werde.§. 7. Die Ursachen, warum eine solche von der Kircheeinzurichtende Vorschrift nothwendig ist. Wobei ge-zeiget wird auf welche Objekten diese Vorschrift sichbeziehen müße, damit sie mit der Religion Christiübereinstimmend bleibe.§. 8. Un-