54seyn. Und daß dieses Gebot diejenigen so außerder Kirche waren, selbst wenn sie schon lasterhaftwaren durchaus nicht angjeng, sagt der Apostelmit ganz dürren Worten (n)" Denn, was gehenmich die draussen an, daß ich sie solte richten?Richtet ihr nicht nur die so in der Gemeinesind? Gott aber wird die draussen sind rich-ten. Thut von euch selbst hinaus, wer da hö-se ist. Diese Bestimmung des Apostels stim-met auch volkommen mit der Vorschrift des Hei-landes überein welche er folgendermaßen giebt (b)Sündiget aber dein Bruder an dir: so gehehin, und strafe ihn zwischen dir und ihm allein.Höret er dich, so hase du deinen Bruder gewon-nen. Höret er dich nicht: so nimm noch einenoder zween zu dir, auf daß alle Sache beste-he auf zweier oder dreier Zeugen Munde. Hö-ret er dich nicht, so sage es der Gemeine: hö-ret er die Gemeine nicht, so halt ihn als ei-nen Heiden und Zöllner., — Christus redethier ebenfals von einem Bruder, und gar nichtvon Auswärtigen. Nur solten sie obiger RegelPauli gemäß einen solchen irrenden Bruder, nach-dem auch selbst die Gemeine alle Mittel vergeb-lich angewandt habe um ihn von fernerem Aerger-niß geben abzuhalten, von ihrer Gemeinschaft undUmgang eben so ausschliessen, als die Juden inder Zeit die Heiden und Zöllner aus ihren Zuſam-menkünften ausschlossen.Hier,a) Br. a. d. Cor. 5. v. 12. 13.b) Evang. Matth. 18. v. 15. 16. 17.
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Philosophische Betrachtungen eines Christen über Toleranz in Religion, zur Grundlage der Vereinigung sämmtlicher Religionen
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54
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