39wird, übereinstimmend, wenn er von dergleichenauf Menschensatzungen beruhenden Gottesdienstsagt: (a) "Dies Volk nahet sich zu mir mitseinem Munde, und ehret mich mit seinen Lip-pen, aber ihr Herz ist ferne von mir: Abervergeblich dienen sie mir, dieweil sie lehrensolche Lehre, die nichts denn Menschen Gebotesind: Und er rief das Volk zu sich, und sprachzu ihnen: höret zu, und vernehmet's: Waszum Munde eingehet, das verunreiniget denMenschen nicht; sondern was zum Munde aus-gehet, das verunreiniget den Menschen.,§. 5. Ja, nicht allein wird hiedurch dieseEntwickelung der moralischen Kräfte und darausherfliessende bessere Richtung der Handlungen derMenschen befodert, sondern der Mensch wirdschon dadurch geschickter gemacht immer höhereReligionswarheiten zu entdecken und zu begrei-fen. Paulus suchte dieses schon den korintischenChristen, die in äusserlichen Gebräuchen anfiengen,einen gewissen Werth zu setzen, recht begreiflichzu machen. Diese fiengen nemlich an sich untereinander abzutheilen und zu trennen, nachdemeiner die Lehrmethode des einen Lehrers derdes andern vorzog, und nannten sich als An-hänger dieser besonderen Lehrer auch nach ihrenbesonderen Nahmen. Dieses konnte nichts an-ders als Entzweiung ja gar Zank unter ihnenherfürbringen, und sie vom wesentlichen der Re-ligion abziehen. Er sagt ihnen deshalb (b) "Ich.„ ermahne(a) Evang. Matth. 15. v. 8-9. 10.11.G) 1. Br. g. d. Corinth. 1. v. 10. 11. 12. 13.
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Philosophische Betrachtungen eines Christen über Toleranz in Religion, zur Grundlage der Vereinigung sämmtlicher Religionen
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