„ zum Munde ausgehet, das verunreiniget den„Menschen. Er erkläret dieses gleich nachherseinen Jüngern noch deutlicher und zeiget ihnenwie es nur blos allein auf Aenderung des Her-zens in seiner Religion ankäme, (a) “ Merketihr noch nicht, daß alles, was zum Mundeeingehet, das gehet in den Bauch, und wirddurch den natürlichen Gang ausgeworfen?was aber zum Munde herausgehet, das kommtaus dem Herzen, und das vernnreiniget denMenschen. Denn, aus dem Herzen kommenarge Gedanken, Mord, Ehebruch, Hurerei,Dieberei, falsche Zeugnisse, Lästerung. Dassind die Stücke, die den Menschen verunrei-nigen., Er verbent ferner (b) öffentliche All-mosen zu geben, und wil so gar haben, daß derMensch in seiner Gedächtniß nicht behalten solle,wie viel Almosen er gegeben; die linke Hand sollenicht wissen, was die rechte thut, damit er beijeder ihm vorkommender Gelegenheit nach seinemVermögen solches zu thun, eben bereitwillig seynmöge. Nicht weniger verbeut er das öffentlicheBeten (c) und sagt: wer beten wolle, solle insein Kämmerlein gehen, und zum Vater imHimmel im Verborgenen beten; und sagt aus-drücklich es käme hier gar nicht drauf an, wieviel er alsdenn beten würde, dergleichen Gottes-dienst wäre kein Gottesdienste, sondern das wärreden Heiden ähnlich gehandelt. Die über die Re-ligion noch mit Vorurtheilen beladene, in dasäussere(a) f. c. v. 17. 18. 19. 20.(b) Evang. Matth. 6. v. 1. 2. 3.(c) l. c. v. 6. 7.
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Philosophische Betrachtungen eines Christen über Toleranz in Religion, zur Grundlage der Vereinigung sämmtlicher Religionen
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37
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