36sagt (a) "Denn wiewol ich frey bin von jeder-mann: habe ich doch mich selbst jedermannzum Knecht gemacht, auf daß ich ihrer vielegewinne. Den Juden bin ich worden als einJude, auf daß ich die Juden gewinne. De-nen, die unter dem Gesetz sind, bin ich wor-den als unter dem Gesetz: auf daß ich die, sounter dem Gesetz sind, gewinne. Denen dieohne Gesetz sind, bin ich als ohn Gesetzworden, (so ich doch nicht ohn Gesetz bin vor„Gott, sondern bin in dem Gesetz Christi) auf„ daß ich die,“ so ohn Gesetz sind, gewinne.„Den Schwachen bin ich worden, als ein„ Schwacher, auf daß ich die Schwachen ge-„ winne. Ich bin jedermann allerlei worden,auf daß ich allenthalben ja etliche seelig ma-che, d. i. ihren moralischen Zustand retteAbermal sagt er (b) “ Gleichwie ich allenMenschen in allen Dingen gefällig zu seynmich befleisse, und nicht meinen Nutzen, son-bern den Nutzen vieler suche, damit sie nem-lich seelig werden mögen., Diese Denkungsartund Handlungsweise Paulus stimmt auch vol-kommen mit dem von Christus selbst ertheiltenwörtlichen Unterricht überein. Nachdem er nemlichden äusseren in Menschensatzungen bestehendenGottesdienst verwirft, und über selbigen die Ju-den bestraft hatte, sagt er in Rücksicht der Spei-sen, (c) “ Was zum Munde eingehet, das ver-„ unreiniget den Menschen nicht, sondern waszum(a) 1. Br. a. d. Cor. 9. v. 19. 20. 21. 22(b) 1. Br. a. d. Cor. 10. v. 33.(c) Evang. Matth. 15. v. 11.
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Philosophische Betrachtungen eines Christen über Toleranz in Religion, zur Grundlage der Vereinigung sämmtlicher Religionen
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36
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