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Philosophische Betrachtungen eines Christen über Toleranz in Religion, zur Grundlage der Vereinigung sämmtlicher Religionen
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32get ihr an Christo. Darum, so die Speisemeinen Bruder ärgert: wolte ich nimmermehrFleisch essen, auf daß ich meinen Bruder nichtärgerte., Ferner (a)Wo aber jemandwurde zu euch sagen, das ist Götzenopfer: soesset nicht, um deswillen der es anzeiget; aufdaß ihr des Gewissens verschonet. Die Erdeist des Herren und was darinnen ist. Ichsage aber vom Gewissen: nicht dein selbst,sondern des andern. Denn warum solte ichmeine Freyheit lassen urtheilen von eines an-dern Gewissen? Denn so ichs mit Danksagunggeniesse: was solte ich dann verlästert wer-den über dem, dafür ich danke? Seydnicht ärgerlich weder den Juden, noch denGriechen, (diese waren nemlich Heiden) nochder Gemeine Gottes. (b) So aber dein Bru-der über deiner Speise betrübet wird, sowandelst du schon nicht nach der Liebe. Lie-ber, verderbe den nicht mit deiner Speise, umwelches Willen Christus gestorben ist. Denndas Reich Gottes bestehet nicht in Essen undTrinken, sondern in Gerechtigkeit, Friede undFreude in dem heil. Geist. Wer darinnenChristo dienet, der ist Gott gefällig und denMenschen werth. Darum lasset uns dem nach-streben, das zum Frieden dienet, und was zurBesserung untereinander dienet. Lieber ver-störe nicht um der Speise Willen Gottes Werk.Es ist zwar alles an sich selbst vergönnt undalso rein: aber es ist nicht gut dem, der eslisset(2) 1. Br. a. d. Cor. 10. v. 28. 29. 30. 32.(b) Pr. a. d. Römer 14. v 15. 17. 18. 19. 20. 21. 22. 23