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Philosophische Betrachtungen eines Christen über Toleranz in Religion, zur Grundlage der Vereinigung sämmtlicher Religionen
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32 und essen's für Götzenopfer: damit wird ihr Gewissen, weil es so schwach ist, beflecket.Aber die Speise fördert uns nicht vor Gott.Essen wir, so werden wir darum nicht besserseyn: essen wir nicht, so werden wir darumnichts weniger seyn.,, Ferner sagt er hierü-ber (a) "So. aber jemand von den Ungläubigeneuch ladet, und ihr wollet hingehen: so esset alles was euch vorgetragen wird; und forschette nichts, auf daß ihr des Gewissens verschonck.,Eine in weiterem Umfange und auf deutlichereVorschriften sich gründende Freiheit für den Chri-sten, alles essen und trinken zu mögen, hätte derApostel nicht geben können. Nur schränkte er sel-bige darin ein, daß dadurch kein schwacher, nem-lich noch serupulirender Christ verführet werdenmöchte, gegen sein Gewissen und Ueberzeugungzu handeln, mithin eine in jeder Rücksicht, jedemrechtschaffenen Menschen unanständige Handlungzu begehen. Er drückt sich deswegen folgender-maßen hierüber aus (b) " Sebet aber zu, daß diese eure Freiheit nicht gerathe zu einem An-stoß der Schwachen. Denn so dich, der dudas Erkenntniß hast, jemand sähe zu Tischesitzen im Götzenhause: wird nicht sein Gewißen dieweil er schwach ist, verursachet, das Götzen-opfer zu essen. Und wird also über deinemErkenntniß der schwache Bruder umkommen, um welches Willen doch Christus gestorben ist. Wenn ihr aber also sündiget an den Brüdern,und schlaget ihr schwaches Gewißen: so sündi-get(a) 1. Br. a. d. Cor. 10. v. 27.(3) 1. Br. g. d. Cor. 8. v. 9. 10. 11, 12.