31Fleisch des Götzenopfers in sich betrachtet, zwarnichts sündliches für den Menschen in sich ent-hielte, mithin in so fern zu essen ganz erlaubtwaͤre: dieses Essen des Götzenopfers müste abernicht in der Gemeinschaft der Heiden als Götzen-opfer, nemlich als eine Gottesdienstliche Hand-lung geschehen. Denn dies könnte es nicht seyn,da die Heiden den Teufeln, das ist den bösen,und nicht dem allgemein guthätigen Geiste opfer-ten. Er sagt nemlich (a) "Was soll ich dennnun sagen? Soll ich sagen, daß der Götzeetwas sey? oder, daß das Götzenopfer etwassey? aber ich sage, daß die Heiden, was sieopfern, das opfern sie den Teufeln und nichtGotte. Nun will ich nicht, daß ihr in derTeufel Gemeinschaft seyn sollt. Ihr könnetnicht zugleich trinken des Herren Kelch, undder Teufel Kelch: ihr könnet nicht zugleichtheihaftig seyn des Herren Tisches, und derTeufel Tisches., — Sie solten also vomGötzenopfer nie essen, wenn dasselbe als ein Theildes Gottesdienstes angesehen werden könnte. Sobald aber solches nicht war, durften sie es nachdem Ausspruch des Apostels essen. Er sagt sol-ches ausdrücklich in folgenden Stellen (b) "Sowissen wir nun von der Speise des Götzen-opfers, daß ein Götze nichts in der Weltsey, und daß kein ander Gott sey, ohne dereinige. Und im 7ten Vers. Es hat abernicht jedermann das Wissen. Denn etliche ma-chen ihnen noch ein Gewissen über den Götzen,und(a) 1. Br.a. d. Corinth. 10. v. 19. 20. 21(b) 1. Br. a. d. Corinth. S. v. 4. 7.8.
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Philosophische Betrachtungen eines Christen über Toleranz in Religion, zur Grundlage der Vereinigung sämmtlicher Religionen
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31
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