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Philosophische Betrachtungen eines Christen über Toleranz in Religion, zur Grundlage der Vereinigung sämmtlicher Religionen
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29 verschonen, und dem Fleisch nicht seine Ehrethun, zu seiner Nothdurft. (a) Einer hält ei-nen Tag vor dem andern; der ander aber hältalle Tage gleich. Ein jeglicher sey seiner Mei-nung gewiß. Welcher auf die Tage hält, derthuts dem Herren, und welcher nichts draufhält, der thuts auch dem Herren. Welcherisset, der isset dem Herren: denn er danketGott. Welcher nicht isset, der isset dem Herrennicht, und danket Gott. Und im 14ten Vers.Ich weiß und bins gewiß in dem Herren Jesu,daß nichts gemein ist an ihm selbst: ohne der esrechnet für gemein, demselbigen ists gemein.(b) Nun ihr aber Gott erkannt habt, ja viel-mehr von Gott erkannt seyd: wie wendetihr euch denn nun wieder zu den schwachen unddürftigen Satzungen, welchen ihr von neuen andienen wolt? ihr haltet Tage und Monden undFeste und Jahrzeit. Ich fürchte für euch, daßich nicht vielleicht umsonst habe an euch gearbei-tet. (c) Aber die Speise fördert uns nicht vorGott. Essen wir, so werden wir darum nichtbesser seyn, essen wir nicht, so werden wir da-rum nicht geringer seyn. (d) Die Speise demBauche, und der Bauch der Speise: aber Gottwird diesen und jene zerstören.,Wie sehr viel dem Paulus endlich daran ge-legen war, daß man keine äussere Handlungen alsetwas(a) Br. an die Römer 14. v. 5. 6. 14.(b) Br. an die Galater 4. v. 9. 10. 11.(c) 1. Br. a. d. Corinth. 5. v. 8.(d) 1. Br. g. d. Cor. 6. v. 13.