26setz halten; welchen wir nichts befolen haben;hat es uns gut gedäucht einmüthig versammlet,Männer erwehlen und zu euch senden mit unsernliebsten Barnaba und Paulo; welche Men-schen ihre Seelen dargegeben haben für denNamen unseres Herrn Jesu Christi. So habenwir gesandt Judam und Silan, welche euchmit Worten dasselbige verkündigen werden.Denn es gefällt dem Heil. Geist und uns, euchkeine Beschwerung mehr aufzulegen, denn nurdiese nöthige Stücke, daß ihr euch enthaltetvom Götzenopfer, und vom Blut, und vom Er-stickten und von Hurerey: von welchen so ihreuch enthaltet, thut ihr recht. Gehabt euch wol.,Dieser Schluß war nun freilich für die dama-lige Zeiten allerdings, so viel wir darüber ur-theilen können passend, indem er keinen Theil vonden neubekehrten weder den starken; noch auch dennoch scrupulirenden Christen beleidigen, oder irremachen konnte. Aber obschon er von den Apostelnselbst damalen für die ganze Christenheit so unterden Heiden entstand gegeben wurde, so wird esdoch wohl niemanden in den Sinn kommen, diesenSchluß auf unsere Zeiten auszudehnen. Eben sowenig als da wo der Apostel sagt, daß es fürdie Männer eine Schande ſeye, lange Haare zutragen, oder es wegen der damaligen Verfolgun-gen und herumirren besser seye, kein Weib zuhaben, eben so wenig wird jemand behaupten,wir dürften jetzt kein Blut oder Ersticktes essen.Und doch wurde dieses damalen von einigen alsein wesentlicher Punkt der Religion angesehen, jaselbst mit Heftigkeit verfochten. Es war abersicher
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Philosophische Betrachtungen eines Christen über Toleranz in Religion, zur Grundlage der Vereinigung sämmtlicher Religionen
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