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Philosophische Betrachtungen eines Christen über Toleranz in Religion, zur Grundlage der Vereinigung sämmtlicher Religionen
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25die wie gemeldet wird (s) bis zum Aufruhr stieg;welche doch ganz gewiß nicht würde gekommenseyn, wenn der Heiland hierüber ihnen je einigeVorschrift zu geben nöthig und nützlich geglaubthätte. Um nun hierin die nöthige Bestimmungzu geben, fand man gut die Gemeine zusammenkommen zu lassen: die Aeltesten und Vorgesetztender Gemeine berathschlagten darüber; man faßteend ich einen Schluß, welchen man den zweifeln-den Brüdern als eine Vorschrift zusandte. DerFall war nemlich dieser, so wie er im 15tenHauptst. der Geschichte der Aposteln erzähletwird; Einige aus den Juden bekehrte Christen inAntiochia behaupteten mit Ungestüm, mithin alseine ihnen zur Seeligkeit äusserst nöthig anschei-nende Sache, daß man sich nach der Weise Mo-sis ferner solle beschneiden lassen. Sie sandtendeshalb Paulus und Barnabas und noch anderenach Jerusalem hierüber nähere Verordnung ein-zubolen. In der Versammlung hieselbst war mangleichfals uneins darüber, bis endlich Petrusund Jacobus durch ihre Gründe es dahin brach-ten, daß den Abgesandten folgender Schluß mit-gegeben wurde, (b) "Wir die Apostel, und Ael-testen und Brüder, wünschen Heil den Brü-dern aus den Heiden, die zu Antiochia, undSyria und Cilicia sind. Dieweil wir gebörethaben, daß etliche von den unseren sind aus-gegangen und haben euch mit Lehren irre gemacht, und eure Seelen zerrüttet; und sagen,ihr solt euch beschneiden lassen, und das Ge-setz(a) Apost. Gesch. 15. v. 2.(b) l. c. v. 23.729.