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Katalog der kriegs-ehinirgischeu Sammlung.
Bau 1
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sich nach oben und etwas medianwärts gerichtet eine ohngefähr(i cm lange, in ihrem oberen Abschnitt von Kallus überwucherteFissur. Eine zweite, etwas nach aussen von dem lateralenRande des Defektes, ohngefähr 14cm lang, sehr tief und zumTheil weit klaffend, in ihrem oberen Abschnitt gleichfalls vonKallus überwuchert, im mittleren gezackt, im unteren bogen-förmig mit der Konvexität nach hinten gerichtet, den Condyl.ext. nicht erreichend.
An der Vorderfiäche des Fernur findet sich eine dritte 16 cmlange Fissur, welche mit der zuerst genannten Fissur 21 cmüber der Gelenkfläche des Condyl. int. an der Innenseite desFemur in einen spitzen Winkel zusammenläuft, unten aber dieGelenkfläche des Knies an der Fossa intercond. ant. nicht er-reicht. Endlich findet sich noch eine in querer Richtung ahder Vorderfläche in geringer Entfernung vom Rande des Knie-gelenkknorpels verlaufende Fissur von 7 cm Länge. Unterhalbdieser Fissur ist der Knorpel in einer Ausdehnung von 4 cmder Länge und Breite nach usurirt.
Anton Wilhelm vom 2. Schles. Gren. Regt. No. 11, wurdeam 16. August 1870 verwundet, 19. August Entfernung derKugel die zwischen den Trümmern lag. Tod am 16. Oktober1870 im Barackenlazareth Berlin an brandigem Erysipel.
Sektion: Linke Unterextremität stark ödematös, Haut amOberschenkel schwarzgrün, hebt sich blasig ab. 12 cm unterdem Perineum führt eine Inzisionswunde in einen zwischen denAdduktoren verlaufenden Jauchegang, der sich zur oben be-schriebenen Frakturstelle hinzieht, dann längs der Kniekehlehinab zwischen die Gastrocnemii bis über die Mitte der Wadehinabsteigt. An der Aussenseite des Knies eine Wundöffnung,welche unmittelbar ins Gelenk führt, das mit schmierigem Eitergefüllt ist. Die Blutgefässe des Femur enthalten überall flüssigesBlut, im Uebrigen fanden sich ausser einem Tonsillar-Abszesskeine wesentlichen Veränderungen an den inneren Organen.
X. A 22.
Inkonrplete Scnussfraktur in der unteren Hälfte deslinken Femur.Untere Hälfte eines linken Oberschenkels mit einer tiefen,von Kalluswucheruugen umgrenzten Schussriune an der vorderenund inneren Seite, 3 cm über dem Kniegelenk. Vou der äusserenSeite dieser Rinne geht eine Fissur aufwärts schräg bis zurMitte des Femur und an der äusseren hinteren Seite des Femurwieder herab bis 3 cm über den Condyl. ext. Die Fissur isttheilweise durch Kallus verschlossen.Obduktionspräparat.
X. A 23.Taf. XXIX. Fig. 1 und la.Lochschuss der unteren Epiphyse des Femur mit stecken-gebliebener Kugel.Das Präparat besteht aus dem unteren bei der Sektionentfernten Ende des rechten Oberschenkels. Eine Chassepot-kugel hat den Femur von hinten nach vorn durchbohrt, so dasssie, im Schusskanal stecken geblieben, mit ihrem konischen Theilan der Oberfläche des Knochens über der Gelenkfläche sichtbarist. Die Eingangsöffnung im Knochen ist 2 cm hoch und 1 /i cmbreit, nicht ganz rund, die Ausgangsöffnung, in welcher von derKugel nur der vordere abgerundete Theil zu sehen ist, misst4 x cm in der Länge, 2 cm in der Breite. Von der Ausgangs-öffni.ng geht nach oben in die Diaphyse nur eine einzige kleine,unbedeutende Fissur, sonst ist der Knochen vollständig intakt.Keine Kallusbildung. Die Gelenkfläche zeigt einen ziemlichunverletzten Knorpelüberzug.
August Kaiser von der 10. Komp. des Sachs. Inf, p,.No. 106, wurde am 30. November 1870 vor Paris verwarfTod am 29. Dezember 1870 im Barackenlazareth Berlin. Tod«Ursache unbekannt.
X. A 24.
Taf. XXIX. Fig. 2.
Partielle Scnussfraktur des linken Femur
Das Präparat besteht aus dem bei der Sektion eutltaunteren Dritttheil des linken Femur. Eine Chassepotku'r e ldie vordere Wand des Knochens 1 cm über der Knorpelgmeingeschlagen und hier einen 2 cm langen und fast ebenso breit,sehr tiefen Defekt erzeugt. Die Kugel hat sich an ihrem vderen Ende breit geschlagen. Vom oberen Umfang des EiSchusses zieht eine schmale Längsfissur nach oben.
Sächsischer Soldat Brodkorb wurde, währendLaden auf dem rechten Knie ruhte, am rechten Vorderarm iüber der linken Kniescheibe gleichzeitig und wie er glaubte teiner Kugel getroffen. Er ging zum Verbandplatz zurück Ifand sich ein Querbruch beider Vorderarmknochen reebts 4an der Vorderfläche des linken Oberschenkels eine quere str.schussähnliche Wunde, durch die der Finger nicht auf tKnochen gelangte. Nach acht Tagen plötzlich heftige EiZündung des Kniegelenks, die rasch in Jauchung überging. 1,am 30. Krankheitstage an Pyämie.
[Stabsarzt Dr. Fetzet.
X. A 25.Taf. XXIX. Fig. 3 und 8a.Lochschussfraktur des rechten Oberschenkels.Ueber dem Condyl. int. befindet sich der Einschuss,Oeffnung ist ziemlich regelmässig oval, der Schusskanal duttsetzt den Knochen schräg nach oben und innen, um 6 cm il.dem hinteren Rande der Fossa intercondyl. poplit. in einenregelmässig dreiseitigen Oeffnung zu enden. Beide Oofnnutwerden durch eine in hohem spitzen Bogen über die Innenikdes Femur verlaufende Fissur vereinigt.
Grenadier Nikolaus Hunz, 1. Garde-Regt. z.F., venuam 3. Juli 1866 beim Sturm auf Chlum. AufgenommenGörlitz am 18. Juli mit Vereiterung des Kniegelenks. Am;Juli. Tod an Pyämie durch Verjauchung
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fem. am 28.Stumpfes.
[Oberstabsarzt Dr Toussaint, Lazareth Görlitz.
X. A 26.Taf. XXX. Fig. 1, la bis le.Lochschuss durch das untere Ende des rechten OberechejJ«
Vorn und innen über dem Condyl. int. findet sichschräg gestelltes ovales Loch von 3 cm Länge und 1,5Breite. An der Hinterfläche ist die dreiseitige Ausgangsöfnmdie Basis quergestellt, 5 cm über dem hinteren Rande Fo;intercondyl. post. die Spitze nach oben gerichtet, die Sei;4 cm lang; diese Oeffnung ist namentlich an der Innenseite IKallusmassen umgeben. Der Schusskanal geht also schräg!unten, innen und vorn nach hinten und oben, Der Kniegelentknorpel ist unverletzt. Die dazu gehörige Chassepotkugelvorn und an der einen Mantelseite mit tiefen Einrissen fsehen und am hinteren Ende abgeschliffen.
Musketier Hermann Kranshoff vom 8. Brandenlmi.Regt. No. 64 wurde am 1. September 1870 durch den recn;Oberschenkel oberhalb des Kniegelenks geschossen. Eing*|Öffnung 3 cm oberhalb des inneren Randes der Patella, Ausgau