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4. Chirurgischer Theil B (1884) Die physikalische Wirkung der Geschosse : (mit besonderer Beziehung auf die während des Krieges 1870/71 verwendeten Projektile) ; erläutert an den Präparaten der kriegs-chirurgischen Sammlung des medizinisch-chirurgischen Friedrich-Wilhelms-Instituts zu Berlin ; nebst dem Katalog der Sammlung
Entstehung
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73
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IV.

II. Abtheilung: Beschreibung der Präparate.

stark I

lumerus, inertie du bras par defaut de rapprochement denumerus ä la cavite glenoide."

(Bei Gurlt, S. 1102 No. 40, erwähnt.)

Resektionen. 1 )

IV. A 39.

Resezirter rechter Oberarmkopf in ausgedehnter kariöserBerstörung. Die hintere Fläche des Kopfes defekt.

Musketier Niess, 24 Jahre alt, verwundet am 4. Juli 1866bei Wiesenthal. Der Schuss verlief am Caput humeri undstreifte das Akromion; Ausgangsöffnung dicht am Collum sca-pulac; starke Entzündungserscheinungen des Gelenks.

Am 8. August 1866 Resektion des Caput humeri; Glättungmit partieller Abtragung des Akromion; Abtragung der Gelenk-äcbe der Skapula und Glättung des vorderen Randes derselben,rainage der durch Langenbecksche Längsscbnitte erhaltenen"Wunde; am 10. Tage verlässt Patient mit Gypskürass dasBett: keine Eitersenkung; Ende August ist die Wunde verheiltund N. kann schon Briefe schreiben. Evakuation nach Garnison-tzareth Münster. Verkürzung etwa 3 /4cm, Bewegungen imheugebildeten Schultergelenk nur passiv möglich.

[Stabsarzt Dr.' Starke, Lazareth Dermbach.]

(Der Fall ist bei Gurlt, S. 354 No. 2, genau beschrieben.)

IV. A 40.

Resezirter rechter Humeruskopf; das Tubercul. minus istdurch Schuss abgesprengt.

Musketier "Wilhelm Richter vom 67. Inf. Regt., ver-wundet am 3. Juli 1866. Eingangsöffnung unter dem Proc.toracoid., aus welcher Oeffnung am 1. August die Kugel entferntwurde. Am 17. Juli 1866 kommt Patient nach Görlitz, wo imLazareth am 31. August ejusd. die Resektion eines 6 cm langenStückes gemacht wird.

Endresultat 1874: Verkürzung 1cm. Die Gelenkneubil-tlung ist eine ziemlich straffe, halb knöcherne, aktiv keine Be-wegung, der Oberarm kann, am Körper sich reibend, in die Höhegeschoben werden. Hand kann schreiben.

[Oberstabsarzt Dr. Toussaint, Garnison-Lazareth Görlitz.](Der Fall ist bei Gurlt S. 361, No. 9, genau beschrieben.)

IV. A 41.Resezirter linker Humeruskopf im Zustande kariöser Zer-örung ohne Merkmale des Schusses.

Füsilier Hermann Kube vom 46. Inf. Regt., verwundet'|»m 29. Juni 1866 bei Schweinschädel. Resektion am 20 JuliGeheilt.

Endresultat sehr gut: Aktive Bewegungen im neuen Ge-lenk gering, nur möglich, indem er Hand gegen Hüfte stütztund damit am Körper in die Höhe gleitet, passive Bewegung inausgiebigem Maasse möglich. Vorderarm und Hand habennicht gelitten.

(Der Fall ist bei Gurlt S. 356, No. 4, beschrieben; doch stimmtzu dem hier befindlichen Präparat die dort über dasselbe gemachteAngabe nicht ganz.)

IV. A 42.

Resezirter rechter Oberarmkopf. Vier Fragmente.

Wilhelm Lindner vom 16. Sachs. Inf. Bat., verwundetam 3. Juli 1866 durch einen Schuss in den Oberarmkopf; dreiStücke deutlich zu fühlen. Resektion am 4. September' 1866

*) Hierzu vevgl. IV. A 14, 15, 16, 61, 17, 30, 31, 32. 33 34 35

3<i. 37, 38, CO; auch DI. A 20, 21, 22, 23.

-.nnl.it> Bericht über die Deuteclrai] Heere L870 71. IV. Bd.

durch den konsult. Generalarzt Prof. Dr. "Wagner,nahm bis Ende September 1866 einen guten Verlauf.

Endresultat: Vollkommene Ankylose im Schultergelenk,jedoch kann die Hand bis an den Mund gebracht werden.

(Der Fall ist bei Gurlt, S. 442 No. 2, beschrieben.)

IV. A 43.

Resezirter rechter Oberarmkopf zur Hälfte zertrümmert.

Charles Saine, 84. Inf. Regt., verwundet am 16. August1870. Resektion am 10. Januar 1871. Am 7. März 1871 ge-heilt entlassen. Die Erhebung des Arms bis 75 Grad möglich.

Weitere Angaben fehlen.

IV. A 44.

Linker Humeruskopf (zwei Sägeschnitte) und dazu dasAkromion der linken Skapula mit einem Theile der Spina inder Länge von 10 cm, welche vom Körper der Skapula abge-brochen ist. Schussrinne von 2 1 /-> cm auf der Höhe des Ge-lenkkopfes.

Gardist Fritze vom Kaiser Franz Garde-Gren.Regt. No.2,verwundet am 18. August 1870 bei Gravelotte. Resectio hum.am 29. August 1870, Garde-Ulanen-Kaserne in Berlin. Tod am4. Oktober 1870 an phlegmon. Erysipel.

[Lazareth in der Garde-Ulanen-Kaserne.]

(Der Fall ist bei Gurlt, S. 744 No. 134, beschrieben.)

IV. A 45.

Rechter Oberarmkopf in Länge von 3 '/_< cm mit kariös zer-störter Gelenkfläche.

Hauptmann v. Trzebiatowsky vom Kaiser Franz Garde-Gren. Regt. No. 2, verwundet am 18. August 1870 bei Grave-lotte durch Schuss in die rechte Schulter. Resektion des Caputhum. am 19. Oktober 1870 durch Prof. Esmarch.

Resultat: Vollständige Heilung mit grosser Beweglichkeitdes Armes.

IV. A 46.

Resezirtes linkes Caput hum. in Länge von 4 cm; am hin-teren Theile ein Substanzverlust, der Gelenkknorpel ist zerstört.

Landwehrmann Markus Liebenwalde von 2. Komp.58. Landw. Regts., verwundet am 2. Oktober 1870 bei Metzdurch Gewehrschuss in die linke Schulter. Resektion des Caputhum. sin. am 1. November 1870 im Barackenlazareth des Tem-pelhofer Feldes. Tod am 1. Dezember 1870.

(Bei Gurlt, S. 757 No. 209, angeführt.)

IV. A 47.

Linkes Caput hum. resezirt im anatomischen Halse; Defektder hinteren Seite des Kopfes.

Jäger Voll and vom 10. Jäger-Bat., verwundet am 7. Ok-tober 1870 bei Metz durch Schuss in den linken Oberarm.Resektion am 6. November 1870 im Barackenlazareth des Tem-pelhofer Feldes. Geheilt.

Endresultat 1874: Verkürzung des linken Arms 4 cm; nurpassiv bewegliches Schlottergelenk; Hand kann fassen, drückenund halten.

(Der Fall ist bei Gurlt, S. 728 No. 111, genau beschrieben.)

IV. A 48.

8 cm langes oberes Ende des rechten Humerus; zweigrössere, mehrere kleinere Fragmente; Gelenkfläche starkusurirt.

Musketier Meyke von 4. Komp. 4. Gren. Regts., verwundetam 14. August 1870. Resezirt am 8. November 1870 im Ba-rackenlazareth des Tempelhofer Feldes. Geheilt.

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