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4. Chirurgischer Theil B (1884) Die physikalische Wirkung der Geschosse : (mit besonderer Beziehung auf die während des Krieges 1870/71 verwendeten Projektile) ; erläutert an den Präparaten der kriegs-chirurgischen Sammlung des medizinisch-chirurgischen Friedrich-Wilhelms-Instituts zu Berlin ; nebst dem Katalog der Sammlung
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Katalog der kriegs-chirurgischen Sammlung.

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Endresultat 1875: Verkürzung des resezirten Armes1 Va cm. Ankylose des Schultergelenks mit ganz geringerpassiver Beweglichkeit. Die übrigen Gelenke intakt.

(Der Fall ist bei Gurlt, S. 642 No. 18, genau beschrieben.)

IV. A 49.

Rechter Oberarmkopf in zwei grössere und mehrere kleinereStücke zerschmettert.

August Wirrmann von 2. Komp. 36. Füs. Regts., ver-wundet am 1. September 1870 bei Sedan. Resektion am19. November 1870 im Barackenlazareth des Tempelhofer Feldes.Geheilt.

Endresultat 1875: Verkürzung des Arms 8 cm. ImSchultergelenk Ankylose, Ellenbogen- und Handgelenk könnengut gebraucht werden.

(Der Fall ist bei Gurlt, S. 673 No. 52, beschrieben.)

IV. A 50.

Resezirte obere Hälfte 16 72 cm des linken Humerus.Der Knorpelüberzug des Kaput fehlt fast vollständig; der untereTheil des Humerusschaftes an der Frakturstelle ist abgeschrägtund mit Kallusruasse an der Bruchstelle besetzt.

Musketier Julius Klein, 7. Komp. 43. Inf. Regts., verwun-det am 1. September 1870 durch Schuss in die Mitte des Ober-arms, wodurch der Humerus frakturirt; während die Frakturkonsolidirte, entstand eine eitrige Entzündung des linkenSchultergelenks. Resektion am 17. Dezember 1870 der ganzenoberen Hälfte des Humerus. Tod am 27. Februar 1871 anPyämie.

(Bei Gurlt, S. 749 No. 168, beschrieben.)

IV. A 51.

Viele Knochensplitter von der Gelenkfläche und vomAkromion des linken Schulterblatts, durch Resektion gewonnen.

Einjährig-Freiwilliger Knorr vom 2. Garde-Regt. z. F.,verwundet am 8. August 1870 durch zwei Shrapnelstücke.üperirt am 13. September 1870 im Barackenlazareth des Tem-pelhofer Feldes; atypische Resektion durch Längsschnitt an derhinteren Seite des Gelenks. Entfernung eines Shrapnelstüekesund des Gelenkfortsatzes des linken Schulterblatts. Gelenk-kopf des Humerus erhalten. Geheilt.

Endresultat 1874: Verkürzung des Oberarms 2 l /z cm.Der Arm kann aktiv bis fast zum rechten Winkel erhobenwerden; Patient hebt mit demselben Arm '/> Zentner.

(Der Fall ist bei Gurlt, S. 626 No. 2, genau beschrieben.)

IV. A 52.

Resezirter linker Humeruskopf; derselbe ist zum Theilseines Knorpels beraubt, rauh und uneben.

Unteroffizier Karl Lauer vom 2. Garde-Drag. Regt., ver-wundet am 16. August 1870 bei Mars la Tour durch Schuss inSchulter und Brust. Resectio cap. hum. am 23. März 1871wegen Gelenkvereiterung. In der Heilung begriffen, akquirirtePatient eine krupöse Pneumonie, der er am 30. Mai 1871 erlag.

(Der Fall ist bei Gurlt, S. 754 No. 201, genau beschrieben. Dasbezügliche in der Sammlung befindliche Präparat ist von der linkenSchulter.)

IV. A 53.

Resezirtes Caput hum. dext. in der Länge von 7 cm. DieGelenkfläche rings um den anatomischen Hals usurirt.Weitere Angaben fehlen.

[B. L. d. T. F.]

Amputationen. 1 )

IV. A 54.Linker Oberarm in der Mitte durch Schuss gespliretwas oberhalb der Frakturstelle Ainputations-Sägeschnitt; j 4das post mortem gewonnene obere Ende des Humerus.

Soldat Ostrowsky, verwundet im Feldzuge 1870/71,storben im Barackenlazareth des Tempelhofer Feldes (3 Wottnach der Verwundung und wenige Tage nach der Amputatii

[B. L. d. T. F

IV. A 55.

Komminutivfraktur des rechten Humerus, beinahe ge tin seiner Mitte, durch Schuss. Es fehlen Theile aus der Sphyse, die aus dem Zusammenhang gerissen waren, ganz,dass der Humerus verkürzt erscheint, andere grössere Splitoaus derDiaphyse sind noch vorhanden, dabei zwei abgespritKugelfragmente. An den Bruchenden Kallusbildung.

Oesterreichischer Artillerist Martinska, verwundet3. Juli 1866. Behandlung ohne festen Verband durch bk-Mitelle. Verlauf trotz sehr grosser Weichtheilswunde antatgünstig und scheinbar fortschreitende Konsolidation .Knochens. Wegen starker Blutung aus der Art. proicbrachii und Diphtheritis der Wunde mit Infiltration des gamArmes am 14. September 1866 Exart. hum. Der Verwuuwar in 3 Wochen geheilt.

[Dr. Richtet

Band IV

sprengtuntere iobere 1Osteom \

ünTer w um1. SeptiPyämie

Seiaufwart:intensiv

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NelFräparafehlen.

Andere Operationen.

IV. A 56.Taf. XIV. Fig. 4.Obere Hälfte des rechten Humerus (post mortem präparrmit Schussfraktur des Kaput. Blind endender Schusskaidurch das Tuberc. majus, in dem die deformirte Kugel steivon da abwärts Fissur von 4 cm Länge.

Gefreiter August Sedelmeyer vom 48. Inf. Regt., wwundet am 29. Juni 1866 bei Gitschin durch Gewehrsck2 Zoll unterhalb des Akromion. Evakuirt nach Görlitz, trihier am 2. Juli starke Blutungen auf; am 23. Juli Unterbindeder Art. subclavia. Gestorben am 25. Juli 1866 an ErschöpfeSektion: Ein Stück der Kugel im Caput hum. eingektIm Pleurasäcke, nahe der Unterbindungsstelle, zwei Oeffnunji[Oberstabsarzt Dr. Toussaint, Lazareth Görlitz.

IV. A 57.

Komminutivfraktur des linken Oberarms im oberen DrittGranatsplitterverletzung.

Musketier Peukert vom Inf. Regt. No. 10, verwundet3. Juli 1866. An der vorderen Seite des linken Schultcrgekeine grosse, gerissene Längswunde, welche zu einer mit HeuKnochensplittern ganz ausgefüllten Wundhöhle führt. Extrakteines 5 1 /-' cm langen Granatsplitters. Trismus und TetaiGestorben am 18. Juli 1866.

[Sanitätsrath Dr. Biefel, Reservelazareth zu Landeetat(Genaue Krankengeschichte vergl. Langenbeck's Archiv, Band -2. Heft, S. 379.)

IV. A 58.Rechter Humerus in zwei Stücken: Das untere SSzeigt den Epicondyl. lateral, mitten durch die Trochlea sk

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