Druckschrift 
Die St.-Quirinus-Kirche zu Neuss : unter Zugrundelegung der Restaurationspläne des Regierungsbaumeisters Julius Busch
Entstehung
Seite
40
Einzelbild herunterladen
 

40

Umgestaltung im 13. Jahrhundert.

Von der Umgestaltung, welche die ursprüngliche Grundrissanlage der Kryptaerlitt, als sie bei dem Neubau des 13. Jahrhunderts den Abmessungen der neuenKirche folgen musste, ist vornehmlich das Mittelschiff betroffen worden. Hier istunter Niederlegung der Apsis der östliche Erweiterungsbau mit dem altern Thcilezu einem einheitlichen Ganzen vereinigt worden, wie dies der unter Fig. 20 dar-gestellte Grundriss der jetzigen Krypta zeigt.

Aber auch die Querschiffflügel sind damals beide mit kryptenartigen Räumenunterbaut worden. Da indess die Südconcha in ihrer erst vor Kurzem beseitigtenrohen Gewölbeanordnung auf einen Ausbau im vorigen Jahrhundert hinwies, und

Fig. 20. GRUNDRISS DER KRYPTA.(Maassstab wie Fig. 10.) ')

in der Nordconcha der Kryptenraum jetzt ganz fehlt, ist es nöthig, kurz dieGründe zusammenzustellen, welche es durchaus sicher machen, dass gleichzeitigmit dem Bau der jetzigen Kirche die Querschiffflügel mit Krypten versehenworden sind. Es weisen vorerst darauf hin die Fenster, welche in der Südconchanoch vollständig, in der Nordconcha vermauert erhalten sind und zweifellos derBauperiode des 13. Jahrhunderts angehören. Es sprechen weiter dafür die Ge-simse, welche auf der Südseite noch vorhanden und in der Abbildung (Fig. 7) inpunktirten Linien angedeutet sind Aus der Lage derselben ergibt sich, dass dieGewölbe, mit welchen dieser Raum ursprünglich überspannt gewesen ist, höherangesetzt haben, als die Gewölbe der altern Krypta. Es muss somit auch ein

') Eine Uebereinslimmuug in den Maassstäben zusammengehöriger Figuren hat sich nicht überallerzielen lassen, da bereits vorhandene Holzstöcke benutzt werden mussten.