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Die St.-Quirinus-Kirche zu Neuss : unter Zugrundelegung der Restaurationspläne des Regierungsbaumeisters Julius Busch
Entstehung
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it so vielen anderen Städten der rheinischen Lande führt auch Neussseinen Ursprung auf die Zeiten der Römerherrschaft zurück. Vielleichtist seine Entstehung in Verbindung zu setzen mit einem jener Römer-kastelle, welche Drusus in den Jahren 129 v. Chr. an den Ufern des Rheineserrichtete; 1 ) vielleicht reicht sein Anfang aber in noch frühere Zeit herauf, in dasJahr 38 v. Chr., in welchem Agrippa, des Kaisers Augustus Schwiegersohn, dieden Römern befreundeten Ubier in das Kölner Land führte. 2 ) Eine hervorragendeRolle in der Geschichte jener Zeit war dem Orte indess nicht beschieden, und auchunter der fränkischen Herrschaft, die Chlodwig auf den Trümmern des Römer-reiches errichtete, gelangte er zu keiner grösseren Bedeutung. Ebenso wenig hattedie Einführung des Christenthums zunächst eine Aenderung im Gefolge. Schonunter den Römern heimisch in diesen Gegenden, 3 ) war es zur herrschendenReligion geworden, als Chlodwig in der Schlacht von Zülpich (im Jahre 496) sichdem Gotte der Christen zugewendet hatte. 4 ) Aber erst in dem neuen Weltalter,welches begann, als Karl d. Gr. die romanisch-germanische Völkervereinigung in

') LöhrerGeschichte der Stadt Neuss", Neuss 1840, Seite 1:Für eines derselben hält manunser Neuss, so sagt es wenigstens die uralte Ueberlieferung und darum wird auch noch jetzt dasOberthor im Munde des Volkes das Drususkastell genannt."

2 ) von VeithDas römische Köln". (Festprogramm zu Winkelmann's Geburtstag. Bonn 1885.Seite 9, 10.)

Auf der sogen. Peutinger'schen Tafel, der ältesten Statistik der römischen Hauptslrassen, findet sichNeuss (Novesium) in der Mitte der von Köln (Agrippina) nach Xanten (caslra vetera) führenden Strasseverzeichnet. MillerDie Weltkarte des Castorius, genannt die Peutinger'sche Tafel", 188S.

8 ) Binterim und MoorenDie alte und neue Erzdiöcese Köln", 1828, I, Seite 19:Es istnicht zweifelhaft, dass die christliche Religion fast zu gleicher Zeit in den römischen Niederlassungen zuBonn, Xanten, Neuss, Zülpich u. a. Wurzel Tasste, wie zu Köln."

TückingGeschichte der kirchlichen Einrichtungen in der Stadt Neuss", I, Seite 1:Vieleunterirdische Funde dienen noch jetzt als Zeugnisse der alten. Römerstätte; unter den ausgehobenen Gegen-ständen sind einige Gölterbilder und andere Denkmäler des heidnischen Kultus, aber auch Votivsteine,welche erkennen lassen, dass sich unter der Besatzung des Kastells auch Christen befanden."

*) Tücking a. a. O. Seite 2:Die älteste Spur einer Hofesanlage und zugleich einer christlichenEinrichtung zu Neuss findet sich unter dem hl. Kunibert, welcher von 023003 der kölnischen Kirche