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Die St.-Quirinus-Kirche zu Neuss : unter Zugrundelegung der Restaurationspläne des Regierungsbaumeisters Julius Busch
Entstehung
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Die Krypta.

Ursprünglicher Bau des n. Jahrhunderts.

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"er gegenwärtige Zustand der Krypta ist im Grundriss (Fig. 20), im Quer-schnitt (Flg. 7) und im Längenschnitt (Fig. 9) zur Darstellung gebracht; die Rekon-struktion ihres ursprünglichen Zustandes ist mit der der ältesten Kirche in Fig. 19verbunden worden.')

Schon Aldenkirchen hat die Ansicht ausgesprochen, dass die Krypta im11. Jahrhundert an die Kirche des 9. Jahrhunderts angebaut worden sei.ZuAnfang des 11. Jahrhunderts wird sich", so äussert sich derselbe,das Bedürfnisseiner Erweiterung des im 9. Jahrhundert errichteten Baues geltend gemacht haben.Man dürfte demselben in der Weise Rechnung getragen haben, dass man dasunseren Flurbelag enthaltende Schiff der alten Kirche stehen Hess, dass manaber unter Beseitigung der Apsis die Kirche nach Osten hin durch die nocherhaltene Kryptenanlage mit darüber befindlichem Chorraum verlängerte. Zudiesem hatten die jetzt verdeckten, bei dem alten Flurbelag beginnendenTreppen hinaufgeführt. Nachdem dann in den Kämpfen zwischen Otto IV. undPhilipp von Schwaben dieser Chorbau sammt der davor liegenden ältesten Kirchezerstört war, schritt man 1209 zum Neubau der heutigen St. Quirinuskirche. Beidiesem Bau wurde die nicht zerstörte Krypta beibehalten und dem neuen Grund-riss entsprechend theilweise seitlich erweitert. Um aber den Flur des darüberangelegten Chores mit dem Mittelschiff in ein besseres Verhältniss zu bringen,wird man damals den jetzt wieder aufgefundenen Plattenbelag verschüttet und dieBasen der neben den alten Tuffsteinstufen zu errichtenden ersten Pfeiler des,Mittelschiffs 49 cm höher begonnen haben, als der frühere Flur gelegen hatte.Auf diese Weise ergibt sich eine neue, aber, wie uns scheint, kaum anfechtbareKombination für die verschiedenen Bauperioden unserer Kirche." So Aldenkirchen'sansprechende Vermuthung. 2 )

Die für die ursprüngliche Kirche angenommene Grundrissform zeigt, dassdie Stelle, an welcher der mehr besprochene Mosaikfussboden sich vorgefunden

') Ueber die neben dem Haupteingange der Krypta aufgefundenen Reliefbandschmuck-Amphorenvergl. Aldenkirchen a.a.O. Seite 88, 89; Koenen Jahrbücher des Vereins von Alterthumsfreunden imRheinlaude, Heft LXXXI, Seite 224; KoenenZur karolingischen Keramik", Westdeutsche Zeitschrift,VI, Trier 18S7, Seite 354.Ueber Sinterplatlen der Neusser Stiftskirche" berichtet Koenen Jahrbüchera. a. ü. LXXXI, Seite '22G, und ebendort, Seite 224, über einen in der Krypta aufgefundenen Steinsarg.

2 ) Aldenkirchen a. a. O. Seite 88.