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Die St.-Quirinus-Kirche zu Neuss : unter Zugrundelegung der Restaurationspläne des Regierungsbaumeisters Julius Busch
Entstehung
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als fester Kalkstein. Fussböden aus solchen Plättchen und aus farbigen Thonfliesenkamen seit Karls d. Gr. Zeiten häufig in Anwendung."

Aus dem Vorhandensein des hier beschriebenen, 49 cm tiefer als der Flurder 1209 erbauten Kirche liegenden Fussbodens, zieht Aldenkirchen denSchluss, dass in ihm ein Theil des Fussbodens jener Kirche zu sehen ist, welchegemäss jetzt nicht mehr erhaltenen Urkunden im 9. Jahrhundert errichtet wurde,und zwar der Belag des östlichsten Theiles dieser Kirche, unmittelbar vor derChorapsis.

Ob dieser Gründungsbau bei dem Normanneneinfall des Jahres 881, beiwelchem ausser Köln, Bonn, Zülpich und Aachen auch Neuss durch Raub, Mord

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Fig. 3. Schnitt durch die aufgedeckte Chortreppe.

und Brand heimgesucht wurde, in erheblicher Weise in Mitleidenschaft gezogenworden, ist nicht bekannt; es wird nur berichtet, dass Neuss um das Jahr 888,nachdem der Friede zurückgekehrt, neu aufgebaut und die von den Normannenzerstörte, vor dem Oberthor belegene Magdalenen - Kapelle wieder hergestelltworden sei.

Bauthätigkeit des u. Jahrhunderts.

Auch die Bauschöpfungen des 11. Jahrhunderts finden keine Erwähnung inden uns überlieferten Quellen. Und doch sind dieselben, wie die Reste, welchesich aus dieser Periode erhalten haben, erweisen, nicht unbedeutend gewesen. EinAnhaltspunkt für die Bestimmung der Entstehungszeit dieser Bauten möchte viel-leicht in dem Umstände gefunden werden können, dass im Jahre 1050 die Re-liquien des hl. Märtyrers Quirinus durch Gepa, Aebtissin des Münsterstifts undSchwester des damaligen Papstes Leo IX., nach Neuss überführt wurden. Die-selbe hatte, einer Einladung ihres Bruders folgend, diesen in Rom besucht, und