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4. Chirurgischer Theil B (1884) Die physikalische Wirkung der Geschosse : (mit besonderer Beziehung auf die während des Krieges 1870/71 verwendeten Projektile) ; erläutert an den Präparaten der kriegs-chirurgischen Sammlung des medizinisch-chirurgischen Friedrich-Wilhelms-Instituts zu Berlin ; nebst dem Katalog der Sammlung
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Katalog der kriegs-ehirurgisehen Sammlung.

Band IV

Band IV.

plattgedrückt, mit seitlichem Substanzdefekt. Ränderder Basis nach hinten umgebogen;

e. ein Kugelfragment besteht aus der seitlich abgeplatteten,aber deutlich erkennbaren Spitze. Mittelstück und Basisfehlen;

f. bei zwei dieser 15 Kugeln Spitze, Mittelstück und Basisdeformirt, bei der einen von beiden so hochgradig, dasskeiner der genannten Theile erkennbar.

XIV. 31.

Ein Tabatiereprojektil mit Pappetreibspiegel. Au derSpitze kleinere Impressionen. Unterer Theil des Mittelstücksmit dem entsprechenden Abschnitte des Basalrandes stark ab-geplattet.

XIV. 32.Drei Preussisehe Laugbleiprojektile, 1870 extrahirt. Zweidavon gar nicht deformirt, das dritte von der Spitze her ab-geplattet.

XIV. 33.

Preussisches Langblei, am 4. Dezember 1870 einem beiChampigny verwundeten Franzosen aus der Hinterbacke aus-geschnitten. Spitze und eine Hälfte der Mantelfläche starkeImpressionen zeigend.

XIV. 34.Tat LVI. Fig. 6.

Tulpenblattähnliche Umkrämpung eines Preussischen Lang-bleifragments, an dem ein Bandstück der Basis noch erkennbarist. Das Geschoss wurde einem Franzosen, Namens BenjaminDalle, extrahirt. Es hatte einen Lochschuss der Uarmbein-schaufel mit sehr geringer Splitterung bewirkt.

XIV. 35.

Preussisches Langblei, in zwei fast gleiche, stark deformirteStücke gespalten. Dieselben wurden am 2. Dezember 1870einem Franzosen Philippe Martin aus dem rechten Oberschenkelextrahirt, die Kugel hatte den Knochen frakturirt und in mehrereSplitter zerbrochen.

XIV. 36.Deformirtes Preussisches Langblei, vorwiegend von derSpitze her, an zwei Stellen aber auch seitlich abgeplattet. Am4. Dezember 1870 aus dem Oberschenkel eines Franzosenexzidirt. Das Geschoss hatte eine Splitterfraktur des Knochenshervorgebracht.

XIV. 37.Chassepotkugel, am vorderen Ende stark deformirt. Ausdem Unterschenkel eines Württembergischeu Soldaten am 4. De-zember 1870 ausgeschnitten. Eine Fraktur der Knochen, andie man bei der starken Deformirung des Geschosses denkenmusste, war nicht nachzuweisen.

XIV. 38.Taf. LVI. Fig. 7.

Chassepotkugel, an deren Spitze Knochensplitter fest ein-gekeilt sind. Soldat Goldbeck bei Brie am 30. November 1870verwundet. Eintritt der Kugel unter dem Nabel links. Kugelam 11. Dezember 1870 aus dem Kreuzbein exzidirt.

XIV.Taf. LVI.

39.Fig.

Chassepotkugel, nach Art eines Fächers auseinandergespreizt;sie wurde fünf Tage nach der Verletzung aus dem Unterschenkeleines am 30. November 1870 verwundeten WürttembergischenSoldaten ausgeschnitten, das Projektil lag der nicht frakturirtraTibia auf.

XIV. 40.Taf. LVI. Fig. 9.Mitrailleusenprojektil, an der Spitze fast gar nicht dei'ur-mirt, an der einen Seite des Mittelstückes eine tiefe, breite, sehrglatte Furche, welche schraubenförmig gewunden verläuftDas Geschoss wurde einem 1870 Verwundeten, Namens v. Za-poersky, exzidirt.

XIV. 4L

Zwei Kästen, enthaltend Bleiabgüsse von Projektilen, dieGeneralarzt Dr. Beck gesammelt hat, und zwar:

a. Remingtongeschoss normal,

b. - difforrn,

c. - -

d. Shrapnelkugel normal,

e. - difforrn durch Aufschlagen auf eine

Mauer,

f. - difforrn, Theilung durch Aufschlagen

am Knochen ,

g. Mitrailleusenkugel normal,h. Spencergeschoss fast normal,i. - difforrn,

k. Kleine Spitzkugel normal,

1. - - difforrn,

m. Kleine Revolver-Spitzkugel difforrn,

n. Stück eines Bleimantels einer Granate.Geschenk des Generalarztes Dr. Beck.

Projektile aus dem Orientalischen Kriege 1877/78.

XIV. 42.Zwölf Stück nicht abgefeuerte Patronen, die im Orien-talischen Kriege gebraucht wurden: a. drei Russische Krnka-Patronen und eine isolirte Kugel; b. zwei Russische Berdan-Patronen; c. zwei Rumänische Peabody-Patronen; d. eine türkischeMartini-Peabody-Patrone; e. eine Türkische Magazin-Revolver-patrone; f. zwei Türkische Snider-Projektile.

XIV. 43.Taf. LVI. Fig. 10.Vier Snider-Projektile a d, bei denen durchweg derhölzerne Treibspiegel mehr oder minder tief in die Aushöhlungdes hinteren Endes der Kugel hineingetrieben, der Mantel dar-über verbogen oder wie bei a gleichzeitig eingerissen ist. A fflvorderen Ende der Kugel nur leichtere Deformitäten. Die Pro-jektile wurden sämmtlich bei Plewna verwundeten Rumänenextrahirt.

[Stabsärzte Vahl und Braberger.]

XIV. 44.Taf. LVI. Fig. 11.Vier Snider-Projektile a d, bei denen der hölzerne Treib-spiegel herausgefallen, mit meist bedeutenderen Deformitätenam vorderen soliden Ende des Projektils und am Mantel. FW"

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