Band IV.
tl. Abtheilung: Beschreibung der Präparate.
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iektil a zeigt an der einen Seite eine der Längsachse genauparallel verlaufende, tiefe, breite Furche. Sämmtlich bei Plewnaverwundeten Rumänen extrahirt.
[Oberstabsarzt Hahn und Stabsarzt v. Scljeven.]
XIV. 45.Taf. LVI. Fig. 12.Hochgradig deformirtes Snider - Projektil. Der ganzeMantel, welcher mehr als die Hälfte des hinteren Endes derKu»el einnimmt, ist bandartig abgerollt, das vordere solide Endekaum mehr zu erkennen. Das Projektil hatte dem RumänenMihai Domitru beim Sturm auf Plewna am 11. September 1877aus etwa 50 Schritt Entfernung den rechten Humerus frak-turirt und wurde am 23. Oktober 1877 aus einer grösserenEiterhöhle am Oberarm extrahirt.
[Stabsärzte Vahl und Bruberger.J
XIV. 46.
Projektil, von Dr. Vahl in Sistowo einem Russen extrahirt.Die Kugel hatte den Radius frakturirt, ihr vorderes Ende istzum Theil abgesprengt und sehr scharfkantig deformirt.
[Stabsärzte Vahl und Bruberger.]
XIV. 47.Russisches Krnka-Projektil, einem Türken aus der Mus-kulatur des Rückens ausgeschnitten, dasselbe hatte die Rippengestreift, ohne sie zu frakturiren.
XIV. 48.Taf. LVI. Fig. 13 und 14.Zwei Russische Berdan-Projektile a und b mit sehr deut-lichem Ausdruck der Züge des Gewehrs. Beide bei Plewna am10. Dezember 1877 verwundeten Türken ausgeschnitten, daseine (a), stark seitlich abgeplattet, hatte beide Vorderarmknochenfrakturirt, das andere (b), wenig deformirt, steckte am Endeeines langen Weichtheilschusses.
XIV. 49.Türkisches, im Shrapnel enthaltenes Rundblei mit leichtenEindrücken, einem am 12. September 1877 bei Plewna ver-wundeten Rumänen aus der Muskulatur des Rückens ausge-schnitten.
Andere Projektile.
XIV. 50.
Mauser-Projektil. Vorderes Ende pilzartig umgekrämpt.Das Geschoss wurde in der Leiche eines Selbstmörders bei derSektion vorgefunden.
Unteroffizier......vom Kaiser Franz Garde-Gren. Regt.
No. 2 erschoss sich in der Nacht vom 1. zum 2. April 1881mittelst Mausergewehr.
Sektion: Einschussöffnung in der Herzgegend, Ausschuss-öffnung nicht vorhanden. Die Kugel hat die Herzspitze ge-troffen und den rechten Ventrikel eröffnet, das Zwerchfell durch-bohrt, in der vorderen, sowie in der hinteren Magenwand jeein faustgrosses Loch gemacht und den Düundarm in der linkenFossa iliaca zerrissen. Der Schusskanal verläuft dann durcheinen Theil des Psoas, um von der unteren hinteren Becken-partie aus in die äusseren Weichtheile einzudringen. Das Pro-jektil wurde in der linken Glutaealfalte, dicht unter der Hautliegend, vorgefunden.
XIV 51.Taf. LVI. Fig. 15.
Mauser-Projektil, vorderes Ende pilzartig umgekrämpt.Auf dem Scheibenstande gefunden.
XIV. 52.
Platzpatrone mit einem von derselben durchschossenenInfanteriehelm. Die Patrone ist aus einer Distanz von zehnSchritt durch den linken Adlerflügel, sowie durch die vordereWand des Helms hindurchgedrungen und dann, ohne den Kopfzu verletzen, gegen die Innenfläche der hinteren Helmwand an-geprallt, an einer Stelle, welche von dem Lederfutter bedecktwird. Durch den ohne Beschädigung des letzteren erfolgtenAnprall ist an der getroffenen Stelle ein halbkreisförmigerSchlitz entstanden. Die Patrone blieb im Helm liegen.
XIV. 53.
Negergeschosse, aus Körpertheilen von Negern extrahirtnach einem Gefecht in Sandana (Loango).
[Stabsarzt Falkenstein.J
XIV. 54.
Drei Stücke einer Helmschuppenkette, operativ aus derWange entfernt. Wilhelm Schwalbe vom Gren. Regt. No. 11,verwundet am 16. August 1870. Operirt am 21. November 1870von Prof. Esmarch.
XIV. 55.
Verschiedene sogenannte indirekte Projektile, die im Kriege1870/71 extrahirt wurden.