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4. Chirurgischer Theil B (1884) Die physikalische Wirkung der Geschosse : (mit besonderer Beziehung auf die während des Krieges 1870/71 verwendeten Projektile) ; erläutert an den Präparaten der kriegs-chirurgischen Sammlung des medizinisch-chirurgischen Friedrich-Wilhelms-Instituts zu Berlin ; nebst dem Katalog der Sammlung
Entstehung
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Band IV.

essus bleiben1 mit voll-ssen 26. Sep-tommen steif

irzung 8 cm,ach mit An-

; 1872, S. 276.)S. 929 Zeich-

38.)

Kopfes der

dick in zwei

ii einschl. (

Gelenkfläche

i Tibiofibular-(Einschuss),nze Dicke itung 4 cm, ingerade in dererscheint fastschussöffnungf entstanden,iht und nachmündet. Derrauh und un-annten Loches

ächützen-Batse und zwar:ch die rechte

Supraorbital-

im unteren

i St. Wendel.

nach Berlin.,ella mit ent-

1871. Keine

L. d. T. F.]140.)

schrieben.)

ien der beiden

rzüge sind in

Eine weitere

jt. No. 64, ver-rch Schuss in. Dezember im

wird entfernt'nterschenkels.lb des Gelenks.'rof. Esniarch.rkrampf.

L. d. T. F.]538.)

Band IV.

II. Abtheilung: Beschreibung der Präparate.

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XL A 46.

Eesektion des linken Kniegelenks wegen Gelenkvereiterungnach Gewehrschussverletzung.

Einschuss im unteren Drittel an der äusseren Seite deslinken Oberschenkels, Ausschuss oberhalb des oberen Randesder Patella. Keine primäre Knochenverletzung, ausgedehnteKaries der Gelenkfläche.

Friedrich Mionske, Musketier vom 6. Pomm. Inf. Regt.No. 49, verwundet am 2. Dezember 1870 bei Champigny. Am12. Dezember 1870 Gypsverband, geschwollenes Gelenk, am10. Januar 1871 starke Fluktuation. Resezirt am 12. Januar1871, Patella nicht entfernt. Längsschnitt am inneren Randeder Patella, Hueter. Exitus letalis am 18. Januar 1871 an Er-schöpfung.

[8. Feldlazareth II. Armeekorps.]

(Vergl. Deutsche militärärztl. Zeitschr. 1875, S. 35').)

(Der Fall ist bei Gurlt, S. 945 No. 25, erwähnt.) .

XL A 47.

Eesectio genu dextri wegen Schussfraktur des Condyl.intern, feinor. Derselbe ist zum grössten Theil abgesprengt,dünne Knochenauflagerungen am vorderen Bruchrande. Knorpeldes Kniegelenks zerstört. Am Femur liegt die Resektions-bägefläche etwa 3 cm oberhalb des hinteren Randes der Fossaintercondyloidea. Das von der Tibia resezirte Stück fehlt.

Gefreiter Karl Hecht vom Ostpreuss. Füs. Regt. No. 33, ver-wundet am 18. August 1870 bei Gravelotte mit Schuss in dielinke Brustwand und Schuss durch das rechte Kniegelenk. Ein-schuss im Condyl. int. fem. Ausschuss in der Wade. Gyps-verband. Resektion am 15. September 1870. Entfernung beiderGelenkflächen. | I Schnitt, Dr. Wüstefeld. Exitus letalis am25. September 1870. Erschöpfung.

(Vergl. Deutsche militärärztl. Zeitschr. 1875, S. 344 No. 18.)

(Der Fall ist bei Gurlt, S. 945 No. 21, beschrieben.)

XL A 48.

Resektion des linken Kniegelenks wegen Gewehrschuss indas Gelenk. Das Präparat zeigt einen Defekt der unterenhinteren Partie des Condyl. ext. fem. Vom Tibiakopf fehlt diegrössere nach aussen und hinten gelegene Hälfte. Bei der Re-sektion musste von der Tibia noch eine zweite dicke Scheibenebst dem Köpfchen der Fibula abgetragen werden.

Antoni, Oesterreicher, verwundet 1866 durch Zündnadel-gewehrschuss. Einschuss in der Mitte der Patella, Auschussnicht vorhanden. Bis zur dritten Woche bei fester Lagerungsehr geringe Reaktion. Nur bei Druck Empfindlichkeit undabsolutes Unvermögen, die geringste Bewegung im Gelenk zumachen. Ende der dritten Woche lebhaftes Fieber, Schwellung,kopiöse Eiterung aus der Eingangsöffnung, daher Resektionnach Langenbeck, Patella wurde mit entfernt, die Kugel war in ihrer Form noch ziemlich gut erhalten bis zur Hälftein die spongiöse Substanz der Tibia rechts von der Krista inunmittelbarer Nähe der Gelenkfläche eingedrungen und Hesssich mit den Fingern leicht entfernen. Bis Ende der fünftenWoche durchaus befriedigender Verlauf im Gypslattenverband,dann plötzlich Wunddiphtheritis durch Ansteckung von demMachbar, der an Darmdiphtherie erkrankt war. Tod am drittenTage nach der Infektion.

[Stabsarzt Dr. Lendel, Feldlazareth Gitschin.]

XL A 49.

Resectio genu dextri wegen Schuss in die Gegend unter-halb der hinteren Partie der Eminent, intercondyl. tibiae.

Dem Resektionspräparat sind nach dem Tode des Patientendie osteomyelitischen Knochenstümpfe des Femur und der Tibia

beigefügt. Mit der resezirten Scheibe der Tibia ist nicht allesKranke entfernt.

Rehdeinann vom 5. Brandenburg. Inf. Regt. No. 48, ver-wundet am 16. August 1870 am rechten Knie mit Eröffnungdes Gelenks, resezirt am 5. September 1870 im BarackenlazarethBerlin. Tod am 17. September 1870 an Pyämie.

[B. L. d. T. F.]

XL A 50.

Resektion des linken Kniegelenks wegen Schussverletzungdes genannten Gelenks. Condyl. ext. femoris theilweise abge-sprengt.

Gemeiner Franz Spazel vom Oesterreich. 27. Jäger-Bat.,verwundet am 29. Juni 1866 durch Schuss in die hintere äusserePartie des linken Kniegelenks mit Eröffnung der Kapsel amoberen Rande,-am 29. Juli in Görlitz rezipirt. Die Kapselöffnungverlegte sich, die Heilung schritt bereits vor, da erlitt Patientbei einem unerlaubten Versuch, umher zu gehen, einen Fall, derEntzündung und Eiterung des Gelenks zur Folge hatte. Am8. September 1866 Resektion. Am 29. September 1866 Todan Verjauchung und Erschöpfung.

[Oberstabsarzt Dr. Toussaint.]

(Der Fall ist bei Gurlt, S. 488 No. 7, angeführt.)

Die voranstellenden Angaben, welche mit den bei Gurlt gemachtennicht genau übereinstimmen, basiren auf der seitens des behandelndenArztes zugleich mit dem Präparat im Jahre 1866 eingelieferten zu-gehörigen Krankheitsgeschichte.

XL A 51.

Resektion des linken Kniegelenks wegen Schussverletzungdes genannten Gelenks. Die Knochen sind vom Projektil nurleicht verletzt. Am hinteren Umfange der abgesägten Tibia-scheibe ist ein rundlicher Defekt, in dessen Rändern Bleipartikeleingelagert sind.

Gralowitz, Oesterreicher, starb an den Folgen der Ver-wundung im Feldlazareth Gitschin.

[Stabsarzt Dr. Lendel, Feldlazareth Gitschin.]

XL A 52.

Resektion des linken Kniegelenks wegen Gewehrschuss indas Gelenk. Präparat zeigt im Condyl. ext. femoris einen tiefenDefekt; keine Fissuren oder Splitter.

Gohlert (Regiment unbekannt) erhielt 1866 einen Schussin das linke Knie. Die Eingangsöffnung fand sich an der äusserenSeite der Patella, Ausgangsöffnung nicht vorhanden. Bis zumEnde der dritten Woche äusserst geringe Reaktion und sehrspärliche Absonderung, Fieber fast gar nicht vorhanden. Plötz-lich Auftreten enormer Schwellung des Gelenks bei sehr profuserEiterung. Resektion im Kniegelenk in der Mitte der viertenWoche .nach der Verletzung; die Kugel war bis zur Hälfte inden Condyl. ext. femoris eingedrungen und fiel bei der Operationheraus. Patient starb sechs Tage nach der Operation an paren-chymatöser Blutung, die durch keine Mittel zum Stehen gebrachtwerden konnte. Nachforschungen ergaben Haemophilie in der

Familie.

[Stabsarzt Dr. Lendel, Feldlazareth Gitschin.]

XI. A 53.Taf. XLVII. Fig. 2.Resectio genu sinistri wegen eines Kontourschusses um denCondyl. int. femoris. Von dem Femur sind 8 cm, von der Tibia1 ! /a cm entfernt worden. Die Patella ist nicht bei dem Präparat.Das Präparat stammt aus dem Feldzug 1870/71, war demB. L. d. T. F. ohne weitere Notiz zugegangen.

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