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4. Chirurgischer Theil B (1884) Die physikalische Wirkung der Geschosse : (mit besonderer Beziehung auf die während des Krieges 1870/71 verwendeten Projektile) ; erläutert an den Präparaten der kriegs-chirurgischen Sammlung des medizinisch-chirurgischen Friedrich-Wilhelms-Instituts zu Berlin ; nebst dem Katalog der Sammlung
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Katalog der kriegs-chirurgischen Sammlung.

Band IV

Sergeant August Parschke vom 77. Inf. Regt., verwundetam 18. August 1870 bei Gravelotte. Eingangsöffnung vornunten am Tuberc. majus, Ausgangsöffnung fehlt. Resektiondes Humerusendes am 20. August 1870. Die Kugel steckte imCollum chirurg. Tod am 25. August 1870 an Wunddiphtheritisund Septicämie.

[Chefarzt Dr. Vagedes, 1. Feldlazareth VII. Artneekorps, Bnnery.](Der Fall ist bei Gurlt, S. 752 No. 194, erwähnt.)

IV. A 9.

Linker Oberarmkopf, 7 cm lang; aus dem hinteren Theileist ein etwa 5 cm im Durchmesser haltendes Stück heraus-geschlagen, und von da aus gehen Fissuren nach allen Seiten,eine davon genau in der Epiphysenlinie.

Musketier Michial Gorsky vom 54. Inf. Regt., verwundetam 18. August 1870 bei Gravelotte. Eingangsöffnung Mittedes M. deltoid. Resektion des Humeruskopfes am 20. August 1870.Tod durch Wunddiphtheritis und Septicämie am 25. August 1870.

[Chefarzt Dr. Vagedes, 1. Feldlazareth VII. Armeekorps.]

IV. A 10.

Zertrümmerter linker Oberarmkopf, ein grösseres, vierkleinere Stücke.

Pierre Vial vom 25. Franz. Linien-Regt., verwundet am18. August 1870 bei Gravelotte durch Schuss in die linkeSchulter. Res. hum. am 22. August 1870. Tod am 27.August1870 an Wunddiphtheritis und Septicämie.

[Chefarzt Dr. Vagedes, 1. Feldlazareth VII. Armeekorps.](Bei Gurlt, S. 1117 No. 155, erwähnt.)

IV. A 11.

Resezirter linker Oberarmkopf. Das Projektil hatte diehintere Hälfte des Tuberc. majus und die innere Seite desGelenkkopfes abgesprengt.

Füsilier Ramin vom 35. Füs. Regt., verwundet am

24. November 1870 bei Neuville aux Bois. Res. cap. hum. am

25. November 1870 durch Stabsarzt Dr. Düsterhoff. Geheilt.

Eudresultat 1875: Verkürzung (56 cm) und Abmagerungdes Oberarms. Passiv sind im neuen Gelenk alle Bewegungenmöglich, aktiv keine Beweglichkeit, Funktion der übrigenGelenke beeinträchtigt.

[Stabsarzt Dr. Düsterhoff.]

(Der Fall ist bei Gurlt, S. 672 No. 51, genau beschrieben.)

Amputationen.')IV. A 12.

Untere Hälfte des rechten Humerus amputirt, zeigt inder Mitte eine relativ einfache Fraktur nur mit Bildung einesgrösseren Splitters.

Gurzeck, verwundet durch Granatsplitter. Wegen aus-gedehnter Zertrümmerung der Weichtheile primäre Amputationdurch Zirkelschnitt am 22. September 1870 im 8. FeldlazarethI. Armeekorps. Evakuation am 3. Oktober 1870 nach LesEtanges, woselbst am 6. Oktober 1870 Tod an Pyämie erfolgt.

[Chefarzt Dr. Thiele.]

i) Vergl. auch IV. A 5.

Sekundäre Verhältnisse.

Kontusionen, Absprengungen, Lochschüsse,partielle Frakturen.

(Hierzu vergl. IV. A 56, 39, 40, 43, ferner III. A 11, 2, 8, sowi f

H. A 20.)

IV. A 13.

Oberes Drittel des linken Humerus. An der Innenseite auchirurgischen Halse befindet sich eine kleine Rauhigkeit um-geben von einem niedrigen Kalluswall.

Füsilier Adolf Schröder vom 64. Inf. Regt., erhielt am16. August 1870 einenFleischschuss" durch den linken Ober-arm. Gestorben am 20. Oktober 1870 im Barackenlazareth de<Tempelhofer Feldes an Pyämie.

Sektion: Am Coli, chirurg., aber noch innerhalb derGelenkkapsel eine zwanzigpfennigstückgrosse, rauhe, vomPeriost entblösste Stelle. Thrombophlebitis vesicalis et hypo-gastrice, Thrombose einer Nierenvene. Metastatische Abszesstin den Lungen, eitrige Pleuritis, Milztumor.

[B. L. d. '1'. F.]

IV. A 14.Taf. XIII. Fig. 2 und 2 a.Resezirtes linkes Caput hum. mit 3cm langem, 2 l / ä cm. :breitem und 12 15 mm tiefem Defekt durch die eingedrungenKugel. Keine Fissuren.

Die Resektion wurde ausgeführt von Professor Esinarclim Reservelazareth zu Berlin 1866wegen wiederholtetBlutungen aus der Arteria circumflexa humeri." Ausgang un-bekannt.

[Stabsarzt Dr. Nathanson, Reservelazareth Berlin.]

IV. A 15.

Resezirter rechter Humeruskopf. An der Rückseite eintImpression von der Kugel herrührend, die überknorpelte Gelenk-fläche in ausgedehntem Maasse usurirt.

Oesterreichischer Soldat Barll vom 73. Inf. Regt., ver-wundet am 3. Juli 1866 durch einen Schuss, welcher von hinterdurch die rechte Skapula und Pars glenoid. in das Schulter-gelenk ging. Resektion am 6. August 1866 durch den kon-sultirenden Generalarzt Professor Dr. Wagner. Geheilt.

Endresultat: Bewegungen im Schultergelenk erfolgen durctDrehung der Skapula, sind aktiv und passiv nur in geringenGrade möglich.

[Stabsarzt Dr. Roth, Lazareth Zittau]

(Der Fall ist bei Gurlt, S. 456 No. 16, genau beschrieben.)

IV. A 16.

Oberes Ende des linken Humerus. Das Caput humeri istgrösstentheils des Knorpels beraubt und uneben. Durch da;Tubercul. majus verläuft eine Fissur, dicht unterhalb des Kopfe-ein nicht vollständig durchgeführter Sägeschnitt.

Heinrich Walter vom 33. Inf. Regt., verwundet an18. August 1870 bei Gravelotte durch Schuss in die Schulterevakuirt am 9. September 1870 nach Ars sur Moselle, am 11.daselbst eingetroffen, am 12. Res. capit. hum. vom Geh. Bat!Dr. Busch. Gestorben am 17. September 1870 an Pyämie.[Chefarzt Dr. Grimm, 9. Feldlazareth IV. Armeekorps.]

(Der Fall ist bei Gurlt, S. 747 No. 159, beschrieben.)

IV. A 17.

Schuss durch den linken Humeruskopf, derselbe in dre:Stücke zersprengt. Schusskanal von hinten nach vorne,

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