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Katalog der kriegs-chirurgischen Sammlung
Band
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B. Hiebverletzungen. 1 )
Ohne Eröffnung der Schädelhöhle.
Knochenabsprengungen weder an der Laiuiua ext.,noch an der Lamina int.
I. B 1.
Schädeldach mit einer Hiebverletzung des rechten Scheitel-beins von 6cm Länge und 2mm Tiefe; ein anderer Hieb hatam hinteren Ende der Lambdanaht die äussere Knoclientafel inAusdehnung von etwa 3 cm Länge und 2 cm Breite fortgeschlagen;beide Läsionen penetriren nicht.
Rene Marep, 7. Gren. Regt., Komp. Ravette.
I. B 2.
Schädeldach, an dessen rechtem Scheitelbein eine 6cmlange, nicht penetrirende Hiebverletzung bemerkbar.
I. B 3.
Schädeldach mit einer 5 cm langen Hiebverletzung deslinken Scheitelbeins; der Hieb hat nur die äussere Tafel dc-primirt ohne zu perforiren.
I. B 4.
Schädeldach, auf dessen rechtem Scheitelbein sich eine8 cm lange oberflächliche Hiebverletzung befindet; derselbenentsprechend eine 8 cm lange Fissur der Lamina vitrea.
Mit Absprengungen von der Lamina ext.
I. B 5.
Taf. V. Fig. 2 und 2a.
Ein Schädeldach mit den Spuren von fünf Hiebverletzungen;an den vier vorderen Läsionen sind die abgehauenen Knochen-stücke wieder angeheilt; an der den hinteren Theil der Sagittal-naht schneidenden grössten Hiebwunde befindet sich im hinterstenTheile derselben eine Trepanationsöffnung'.
Jean Baptiste Noel vom 2. Kav. Regt., Komp. Crainay,kam in das Feldlazareth zu Frankfurt a. M. von Bingen am19. Juni 1793 und starb am 22. September 1793. Er hatte27 Blessuren. Schädeldach auffallend dick und schwer.
I. B 6.
Ein Schädel, an dem durch Hieb ein markstüekgrossesStück der äusseren Tafel in der Mitte der rechten Hälfte derLambdanaht fortgeschlagen ist; die Tabula int. an der betreffendenStelle unversehrt.
I. B 7.
Schädeldach, an welchem am rechten Scheitelbein durcheinen scharfen Hieb ein grosses Stück der äusseren Knochen-tafel abgesprengt ist.
I. B 8.
Schädeldach, an welchem auf dem rechten Scheitelbein-Höcker ein Defekt der Tabula ext. in der Grösse eines silbernenFünfmarkstücks besteht.
1 ) Die Präparate stammen fast sämmtlich aus älteren Sammlungen,daher wenig über sie zu ermitteln war.
I. B 9.
Schädeldach, an dessen rechtem Scheitelbeine durch einerHieb ein kleines Stück abgeschlagen ist; nach vorn davon nodein oberflächlicher Hieb.
I. B 10.
Schädeldach, an welchem die Tabula ext. des linketScheitelbein-Höckers flach abgehauen ist; an einer kleinerStelle ist der Defekt durch spätere Einschmelzung des Knochen,perforirend geworden.
I. B 11.
Ein Schädeldach, an dessen Stirnbein ein etwa 5 cm langt,und 1 cm breites Stück der Tabula ext. abgeschlagen ist, wo-durch die Diploe freigelegt war; die Wunde penetrirt nur aneiner kleinen Stelle; ein etwa 2 l /2 cm langes und 1 cm breite-Knochenstück ist wieder angeheilt.
I. B 12.
Schädeldach; durch Hieb Verletzung ist von der rechtenHälfte des Stirnbeins ein thalergrosses Stück der Tabula extabgeschlagen, wodurch die Diploe freigelegt wurde und au ein«kleinen Stelle eine Perforation eintrat. Quer über dem linkaTheil der Lambdanaht noch ein Säbelhieb, welcher perforirt
T. B 13.
Schädeldach, an dessen linkem Scheitelbein eine bedtttende Hiebverletzung von 8 cm Länge mit Substanzverlust deräusseren Tafel vorhanden ist; Perforation in Länge von 3 cm,
Mit Absprengungen von der Lamina vitrea.
I. B 14.
Taf. VI. Fig. 1 und la.
Schädeldach mit einer Hiebverletzung des linken Scheitelbeins durch Gewehrkolben; von aussen gesehen, zeigt da,Scheitelbein eine birnförmige, tiefe Depression, die nur an einskleinen Stelle perforirt; an der Innenfläche sieht man ein voider Tabula int. abgesprengtes Knochenstück nach der Sutnnsagittalis hin verschoben und angelöthet.
Oesterreichischer Kadet Vogler, verwundet am 3. Jil1866; günstiger Verlauf bis zu einer Evakuation im Septembadanach Krämpfe, Bewusstlosigkeit, Tod.
Sektion: Grosser Hirnabszess.
[Stabsarzt Dr. Düsterberg.|
L B 15.
Segment von einem Schädeldach (linkes Scheitelbein); 8ralange Hiebverletzung der Tabula ext., in Länge von 3 adie Tabula int. perforirend und deprimirend.
Unbekannter Mann, der von einem Soldaten des 96. IntRegts. einen Säbelhieb erhielt am 31. Dezember 1867. Toinach 8 Wochen.
Sektion: Eitrige Meningitis.
[Oberstabsarzt Dr. Löwer.]
I. B 16.
Schädeldach mit einer 6 cm langen Hiebverletzung dt:linken Seite des Stirnbeins; Depression der Tabula vitrea z;beiden Seiten der Spalte; vom unteren Ende der Spalte lau:eine Fissur nach unten und aussen.
Andreas Czichovsky, Ersatzbataillon des 5. Gren. Regts.verwundet am 5. Februar 1871 bei einer Schlägerei durch eineHieb mit einem Faschinenmessor. Mehrmaliges Erbrechet
Band I
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