Band IV.
sprechenden:ilöo verkürztende Durch-erlängerung
tatoren undlädeis durchnicht durch
Mag malnach Schubs-chnung der
was wahr-iemals wirdIrücken antere ist nur
Jedenfallslerung, wievorwiegend) Projektiledie primäid■f nicht ver-
die isolirtenreu hervor«in ErklärerLtlich alleinsen trefl'en,a;en, sobald> nicht dietzungen be-md am aus-ähnlich wie•gl. I. A 19,
schriebenenI. Juli 1866rojektil) ein
der Tabulat.
;, wie sehr5 Knochens:le Knochene tangentialiissten Theilnur wenige;h schützen,in Bälkchenchoss nochWirkung auf^ gleichsam
war jeden-sn Defektenloch einige
Band IV.
III. Abschnitt: Physikalische Wirkung der Geschosse auf die Knochen.
41
Es ist dies Präparat das einzige seiner Art in derSammlung; alle anderen Schussverletzungen zeigen grösserezum Theil fortgeleitete Zerstörungen. Vorwiegend ist da-bei die Lamina int. betheiligt (welche deshalb ihre Be-zeichnung Vitrea mit Kecht hat), aber nur, weil die grosseMehrzahl der Verletzungen den Schädel von aussen trifft.Trifft das Projektil erst die Lamina int., wie bei PräparatI. A 19 (Taf. IV. 3), so sehen wir sofort die grössereZerstörung an der Lamina ext.
Ein Revolver-Geschoss von 7 mm Kaliber hat durchSchuss vom Munde her eine ziemlich bedeutende Höhlen-pressung bewirkt und ist nach Durchbohrung des Schädel-gewölbes (wahrscheinlich stärker deformirt) unter der Kopf-haut gefunden. Die Grösse der Pressung beweisen diesehr langen und zum Theil breit klaffenden Fissuren, welchedie linke Schädelseite durchsetzen; bemerkenswerth ist dievon der Schussöffnung aus nach rechts von der Suturasagittalis ziehende 6 cm lange Fissur, welche nur dieLamina ext. betrifft. Das Schädeldach zeigt im Verlaufedieser Fissur ziemlich reichliche Diploe und ist nur nebender Schussöffnung sehr wenig durchscheinend. Die Laminaint. besitzt scharfe, im grossen Ganzen glatte Ränder, dieLamina ext. sehr starke, treppenartige Absplitterung, durchwelche der Defekt derselben fast in der ganzen Zirkum-ferenz um 1—1'/2 cm grösser wird, als derjenige der Interna.Von einer Vergrösserung durch das sich verbreiterndeGeschoss und dergl. muss hier durchaus Abstand genommenwerden; vielmehr kann es sich wohl nur um ausgiebigerenBruch an Stelle der grössten Biegung handeln, wobei die ört-liche und individuelle Eigenart des Knochens sich nochganz besonders geltend machen konnte, da das Projektilseine lebendige Kraft schon grösstentheils verbraucht undsich nur noch eben durch den Knochen hindurchgearbeitethatte. (Vergl. das Verhalten der Einschussöffnung bei denPiaphysen der Röhrenknochen, welches auch bei weitemnicht immer durch eine Querschnittsvergrösserung des Pro-jektils oder durch das Mitreissen von Knochengries etc.erklärt werden kann, zumal sich sehr oft Kombinationenvorfinden und gelegentlich die Differenz zwischen Grösseder Schussöffnung an der äusseren und inneren Seite derKortikalis eine zu bedeutende ist.)
Ueberall, wo es zu Depressionen und Brüchen derTabula ext. gekommen ist — abgesehen Präparat I. A 1 —,zeigt sich die Tabula vitrea in einem viel grösseren Um-fange gebrochen und deprimirt, als die direkt und zuerstgetroffene Tabula ext. Ein schönes Beispiel hierfür giebtPräparat I. A 3: breite Absprengung der Tabula vitreabei einer Depression der Tabula ext. um 2 mm in maximo.Wie tief nach einwärts die Tabula int. deprimirt war, istan dem Präparate nicht zu erkennen; die Splitter sind mitLeim in ihrer jetzigen Lage erhalten. Die deprimirte Stelle ander äusseren Seite ist etwa 1 qcm gross und hat zwei feineFissuren; ausserdem ist die Tabula ext. noch mehrfach ohneDepression fissurirt, so dass ein fast kreisrundes Stück von
§Mrit»ts-B«richt über die Deutschen Heere 1S70 71 IV. Bd.
etwa Thalergrösse umschrieben wird, welches noch kurzeSprünge der Tabula ext. zeigt; eine Fissur, welche dieganze Dicke des Knochens durchsetzt, kann leider nichtbis zu Ende verfolgt werden, da die übrigen Knochentheilenicht vorhanden sind.
Das Präparat stammt von einem am 18. März 1864verwundeten Preussen, ist also vermuthlich durch einDänisches Bleigeschoss entstanden.
Vergl. T. A 4, 5 (Taf. 1. 2), 6 (Taf. II. 1) und 8(Taf. III. 1), wo ein Türkisches Geschoss die Lamina ext.zum Theil eingedrückt und zum Theil abgehoben hat; derdeprimirten Stelle entspricht an der Interna eine stärkereAbsplitterung, der emporgehobenen Partie entsprechendist die Tabula int. hingegen völlig intakt; ein Verhalten,welches die (auch örtlich) ähnliche Schussverletzung inPräparat I. A 14 nur zum Theil zeigt, indem hier Splitterder Externa nach aussen, der Interna nach innen an der-selben Stelle abgehoben sind. Ob hier vielleicht das Pro-jektil noch grössere lebendige Kraft hatte? — Vergl fernerI. A 9, 10 und 11. Bei I. A 12 scheint ein umgekehrtesVerhältniss zu bestehen, da die Ränder des Defektes nachinnen zu enger werden und abgeschrägt sind; indessen istdies, wie die glatten Schnittränder zeigen, operativ zuStande gekommen; übrigens ist auch hier die Tabula int.zum Theil in grösserer Ausdehnung abgesprengt. Vergl.auch LA 16, wo der grosse Defekt einen von aussen undinnen gleichsam zugeschärften, übrigens vollkommen glattenRand zeigt; der betreffende Patient hatte noch über fünfMonate nach der Verletzung gelebt.
Bemerkenswerth ist das hierher gehörige PräparatI. A 13 (Taf. III. 2): die Tabula ext. zeigt an einer un-regelmässig rundlichen Stelle drei grössere deprimirteStücke, welche sichelförmig ohne stärkere Splitterung derInterna in toto nach innen gebogen und wieder fest andem Rande und unter sich angeheilt sind (mit sehr ge-ringem, nur verklebendem Kallus); an der Tabula int. sindzwei kleine Splitter durch Kallus angeheilt, deren einerersichtlich an fremdem Orte angelöthet ist. Vergl. auchI. A 15.
Bei den vorhandenen penetrirenden Schussverletzungendes Schädels zeigen die Schussöffnungen, soweit sie nochals solche zu erkennen sind, das charakteristische Aussehen:grösserer Defekt an der Tafel, welche nicht direkt vomProjektil getroffen war. Vergl. I. A 17 (Taf. IV. 1), 18(Taf. IV. 2), 19 (Taf. IV. 3), 20, 21, 22 (Taf. V. 1), woStückchen der Tabula ext. unter ein grösseres deprimirtesStück der Vitrea fest eingekeilt sind. — Diese Vergrösse-rung des Defektes ist ganz und gar nicht durch eine Quer-schnittsvergrösserung des Projektils zu erklären; siescheint nach den vorliegenden Präparaten lediglich aufdieselbe Weise, wie die grössere Splitterung bei nichtperforirenden Schüssen, durch Bruch an der Stelle dergrössten Biegung zu erfolgen.
Spreiigiingserscheinungen zeigen die Präparate J. A 20
6