30
Physikalische Wirkung der Geschosse.
Band IV.
V. A 24 (Taf. XVI. 1), X. A 36, 44, 46, 54 (Taf. XXXIV. 1),65 (Taf. XXXV. 1), 66 mit Einsprengung zahlreicher kleinsterBleitheilchen (Taf. XXXV. 6 und XXXVI. 1), 67, 68, 73, 78,87, 88, 90, 97 (Taf. XL. 1), XII. A 29 und 39 (Taf. LH. 1).Die Präparate stammen mit Ausnahme von X. A 44(Krieg 1866), 66 (?) und XII. A 29 (Krieg 1866) aus demFeldzuge 1870/71.
b. Des intermediären Eaumes und der Epiphyse.
Die Splitterbrüche werden nach der Epiphyse zu stetigseltener; es wird dies vornehmlich durch den Bau desKnochens bedingt, welcher die starre Kortikalis der Diaphysenicht hat und nur einen verhältnissmässig geringen Wider-stand dem andringenden Projektile entgegensetzen kann.Mit Rücksicht auf die durch Sprengung — hydraulischePressung und Erschütterung — erzielten Splitterbrüchedieser Gegend ist zu bemerken, dass diese Entstehungs-art auch für einige Präparate der Sammlung wahrschein-lich bleibt, vor Allem bei X. A 69 (Chassepot) und 72(aus dem Feldzug 1866?), sodann X. A 5, 50, 49 und 48(Taf.XXXlI.2), vgl. auch XI. A 61, XII. A 4 (Taf.XL VIII. 2).
Indessen treten die Splitterungen bei weitem nichtin der Ausdehnung an den Epiphysen — mit einziger Aus-nahme der unteren Humerus-Epiphyse — auf, wie an denDiaphysen; statt der zahlreichen Splitter sieht man sehrunregelmässig gestaltete grössere und kleinere Würfel ge-bildet mit vorwiegend stumpfen Kanten; anders zur Diaphysehin, wo hinsichtlich der Splitterung dieselben Uebergängegefunden werden wie bei den früher erwähnten Schussver-letzungen dieser Gegend.
3. Doppelbrüche.
Präparat X. A 79 (Taf. XXXV11. 1) ist, da es aus demKriege 1866 und von einem Oesterreichischen Soldatenstammt, höchstwahrscheinlich durch das Preussische Lang-blei zu Stande gekommen. Das Präparat besteht leidernur aus der unteren Hälfte des linken Oberschenkels; dieobere Begrenzung wird durch einen unregelmässigen Bruchin eine grössere vordere und eine kleinere hintere Hälftegetheilt, welche letztere, spitz auslaufend, den vorderenAbschnitt um 2 cm überragt. Die Bruchlinie wird durcheinen sehr verschieden breiten nekrotischen Demarkations-rand umschrieben. Von den Winkeln, welche vorderenund hinteren Abschnitt trennen, ziehen flach bogenförmigeFissuren nach abwärts: die eine, an der äusseren hinterenFläche des Femur, lässt sich 7 cm weit verfolgen, der event.weitere Verlauf wird durch oberflächliche Auflagerungenam Knochen verdeckt; die an der inneren Seite gelegenemündet nach 7 '/ä.cm in die Spitze eines 35 mm langen undetwa 11 mm breiten Defektes, dessen hintere Begrenzungdurch die intakte hintere Feinurfläche, die vordere durch einenSplitter gebildet wird. Von der unteren Spitze dieses
Defektes zieht eine Fissur flach gebogen nach hinten 2'/a cmlang; 1 — 1'/-> cm von derselben, durch eine zackige Fissurl /i ein über ihrem unteren Ende mit der eben beschriebenenverbunden, zieht fast parallel eine Fissur als vordere Be-grenzung des Splitters; sie theilt sich etwa in der Mitteder Vorderfläche in zwei Schenkel, deren einer, breit undmit spärlichem Kallus ausgefüllt, den erwähnten Splitterumkreist und 3 cm oberhalb des Defektes in die innereLängsfissur einbiegt. Der andere Schenkel zieht quer zueinem unregelmässig ovalen 13 mm breiten, 20 mm langen,schräg von innen unten nach aussen oben gerichtetenDefekte, welcher 67 mm über der Knorpelgrenze desäusseren Knorrens an der äusseren vorderen Seite desFemur gelegen ist. Die Ränder desselben sind aussen undinnen oben — hier durch ein nekrotisches noch fest haften-des Stück Knochen begrenzt — scharf, vorn unten an-scheinend durch Nekrose abgerundet.
Vom unteren Rande dieses Defektes, welcher der Ein-schussöffnung entspricht, zieht eine Fissur etwa 5 cm langnach abwärts und endet 1 1 /% cm über der oben erwähntenKnorpelgrenze in der Mitte der vorderen Femurfläche; vomoberen Rande geht eine Fissur erst etwas nach hinten undoben, wendet sich jedoch dann in ziemlich scharfem Bogenwieder zur Vorderfläche, wo sie durch flachen Kallus ver-deckt wird; endlich gehen noch vom äusseren unterenRande eine feine Fissur S'/s cm lang zur äusseren Seitedes Femur und vom oberen vorderen eine breitere nachoben, wo sie bald unter Auflagerungen verschwindet. Dieuntere Spitze des Defektes an der Innenseite liegt 5'/a cmüber einer senkrecht zur Feinurachse durch die obereKnorpelgrenze des äusseren Knorrens gelegten Ebene. Indie innere und hintere spongiöse Auskleidung des Mark-raumes sind einige Kortikalis-Splitter fest eingepresst bezw.verwachsen (?).
Das Präparat isf in mehrfacher Beziehung hoch-interessant: das gefürchtete Preussische Langblei machteinen Lochschuss in die Femur-Diaphyse, welcher mit ge-ringer Splitterung, aber starker Fissurirung von der lateralenzur medianen Seite quer verläuft; die geringe Breite derAusschussöffnung darf nicht verwundern: das Präparatist 6 Wochen nach der Verletzung gewonnen, als schonder grosse Splitter, welcher unten noch in festerer Ver-bindung mit dein Knochen geblieben zu sein scheint, auchoben durch Kallus wieder befestigt war; zweifellos ist erdurch das Geschoss anfänglich stark abgehoben gewesen.Ueber die Entstehung der kompleten Fraktur, deren vordererRand 18 cm über der erwähnten Knorpelgrenze liegt, lässtsich bei dem Fehlen anderweitiger Angaben leider nichtsPositives aussagen; anscheinend ist die Längsfissur derinneren Seite über der vorderen grösseren Bruchhälftenach der lateralen Seite hinüber abgebogen — sie hateinen entsprechenden nach vorn gebogenen Verlauf — undist der Bruch der hinteren Hälfte — vielleicht durch Fallenvornüber — erst sekundär zu Stande gekommen.
Band IV.
DasF
lieh ander
Daswundung 1hat 2'/a cnetwas nacfläche ein«bezw. 30 i: „Spitze" dFissuren cgeht mässizurAussch5 cm langKnorpelgrdes AusseiVerlaufe vüber derBogen zu
II. K
UnterRölirenknoTheil ohneX. A 11,auf die TPräparateBuch hiernicht gescl
In deiausstrahlenSchosses aider Auftrejektils. —digma XIIFissuren o'oder endlhzu stehen.
Bei Xnach hintesein; es zeiam inneren»reicher audurchsetzetAuf'treffstelan der hinfast genau <Dieselbenständig; ildoch keine