Band IV.
linten 2'/a einackige Fissurgeschriebenenvordere Be-in der Mitteer, breit undnten Splitteri die innereieht quer zuOmni langen,l gerichtetenelgrenze dessn Seite desd aussen unddi fest haften-rn unten an-
cher der Ein-wa, 5 cm lang311 erwähntenLirfläche; vom;h hinten undharfem BogenLi Kallus ver-eren unterenäusseren Seitebreitere nachhwindet. Dieliegt 5'/2 cmjh die oberejn Ebene. Inig des Mark-;epresst bezw.
iehung hoch-ngblei machtfleher mit ge-i der lateralenre Breite derdas Präparatn, als schonfesterer Ver-scheint, aucheii'ellos ist erben gewesen,leren vordererize liegt, lässtleider nichtsingsfissur derLi Bruchhälftel — sie haterlauf — undt durch Fallenmen.
Band IV.
tll. Abschnitt: Physikalische Wirkung der Geschosse auf die Knochen.
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Das Präparat XL A 6 (Taf. XLIL 2) zeigt einen wesent-lich andern Entstellungsmodus einer Doppelfraktur (?).
Das Geschoss (vermuthlich Chassepot, da die Ver-wundung bei Gravelotte einen Preussischen Füsilier betraf)hat 2'/a cm über der Knorpelgrenze des äusseren Knorrensetwas nach aussen von der Mitte der vorderen Femur-fläche einen unregelmässig längsovalen Einschuss von 16bezw. 30 mm Grösse gesetzt; von der oberen und unterenr „Spitze" desselben ziehen den Knochen ganz durchsetzendeFissuren direkt nach oben und unten; der untere Theilgeht massig gezackt zwischen den Knorren nach hintenzur Ausschussöffnung, welche unregelmässig siebeneckig, etwa5 cm lang und 3 cm breit, ungefähr 1 cm über der hinterenKnorpelgrenze beginnt. In Fortsetzung der Innenkantedes Ausschusses geht eine tiefe Fissur in leicht gebogenemVerlaufe nach oben, um sich mit der vorderen Längsfissurüber der inneren Hälfte des Femur in einem zackigenBogen zu vereinigen, so zwar, dass hier die innere
vordere Hälfte des Femur völlig abgetrennt ist. Diehöchste Spitze dieses Bogens liegt 19,5 cm über demäusseren Rande der Knorpelfläche des Condyl. int. femorisund 15,5 cm über dem höchsten Punkte der vorderenKnorpelgrenze des äusseren Knorrens. — An der äusserenSeite des Femur ist ein unregelmässig viereckiges Stückvon etwa 3 cm Breite und 4 cm Länge zwischen Ein- undAusschussöffnung abgesprengt, so dass hier die Kontinuitätder äusseren Femur hälft e etwa 10 Va cm unterhalb desBruches der vorderen Hälfte aufgehoben ist. In Fort-setzung der hinteren Kante dieses Stückes geht eine Längs-fissur von 72 mm Länge ziemlich gerade zur Diaphyse her-auf; etwa 1 cm über dem sehr feinen Ende dieser Fissur istdie Amputations-Sägefläche (1 Tag nach der Verletzung)bis in die beiden grossen Längsfissuren geführt.
Die ausgedehnte Fissurirung in diesem Falle erklärtsich durch die Auftreffstelle des Projektils fast am Endeder Markhöhle, d. li. der chirurgischen Diaphyse.
II. Knochenfissnren mit besonderer Berücksichtigung der Gelenkverletzungen.
Unter den zahlreichen Schussverletzungen der langenRöhrenknochen .befindet sich nur ein verschwindend kleinerTheil ohne deutlich nachweisbare Fissuren, so bei IV. A 13,X. A 11, 12, 13, 14, 15, XII. A 8, 44 und 16 (mit Bezugauf die Tibia), vergl. auch IV. A 14; doch sind diesePräparate zum Theil derartig sekundär verändert, dassauch hier mit Sicherheit auf ein Fehlen primärer Fissurennicht geschlossen werden darf.
In der grossen Mehrzahl der Fälle traten die Fissurenausstrahlend von der durch den direkten Anprall des Ge-schosses aus gesetzten Knochenwunde auf, sei es nun ander Auftreffstelle oder an dem Ausgangspunkte des Pro-jektils. — Bei einigen Präparaten, deren exquisites Para-digma XII. A 9 (Taf. XL VIII. 3) darstellt, erscheinen dieFissuren ohne deutlich nachweisbare Wunde am Knochen,oder endlich, ohne direkt mit einer solchen in Verbindungzu stehen.
Bei XII. A 9 scheint die Tibia an der inneren Seitenach hinten zu durch einen Granatsplitter getroffen zu
E sein; es zeigt sich wenigstens gegen Ende des oberen Drittelsam inneren Winkel eine oberflächliche Nekrotisirung, von
I welcher aus feine Fissuren die ganze Dicke der Kortikalisdurchsetzen. Ohne jegliche Verbindung mit dieser event.Auftreffstelle oder den von ihr ausgehenden Fissuren ziehenan der hinteren, und besonders der inneren Wand, endlichfast genau dem äusseren Winkel parallel sehr lange Fissuren.Dieselben durchsetzen sämmtlich die Knochenwand voll-ständig; ihr Verlauf ist im grossen Ganzen longitudinal,doch keineswegs gerade und der Faserung des Knochens
folgend; nach abwärts erstrecken sich diese Fissuren bisin die untere Hälfte der Tibia, nach oben erreicht nureine die sehr deutlich markirte Epiphysenlinie. Der be-treffende Verwundete ist am 20. Tage nach der Verletzungeiner „intensiven Osteomyelitis" erlegen.
Entstehung der Fissuren.
Die Fissuren können entstehen durch eine keilartigeWirkung des Geschosses, welches den Knochen von derAuftreffstelle aus auseinandertreibt, oder durch Schwingungender Knochensubstanz, welche das anprallende Projektilveranlasst. Es führen diese Schwingungen an wenig wider,standsfähigen oder an solchen Stellen, an welchen sie durchKombination besonders intensiv auftreten, zu partieller Auf-hebung des Zusammenhanges (Richter, 1. c. 289), vergl.Schädelverletzungen. Die Schwingungen können endlichnoch durch den feuchten Inhalt der Knochenhöhlen fort-geleitet werden, — was wenigstens für die Schädelhöhle(vergl. IL Abschnitt S. 16) nachgewiesen scheint. Obder Inhalt der verhältnissmässig kleinen Markhöhle derRöhrenknochen dazu ebenfalls im Stande ist, kann durchdie Präparate der Sammlung jedenfalls nicht dargethanwerden.
Im Allgemeinen verlaufen die Fissuren der Diaphysein der Längsrichtung; es scheint bei den Präparaten derSammlung dieser Verlauf besonders dann erfolgt zu sein,wenn die lebendige Kraft der Geschosse eine nicht zugrosse war; wahrscheinlich konnte sich in solchen Fällenmehr die ■ eigenartige Spaltbarkeit des Knochengewebes