---- IÖ2 ----
bei den Römern, und es wäre nicht undenkbar, dass sieschon vor Livius Andronicus gelegentlich angewendet wor-den. Jedenfalls scheint das Verslein:
malum consilium consultori pessimumst,dessen Gellius IV, 5 gedenkt vor Einführung des Hexametersentstanden zu sein, da sonst sich nicht einsehen lässt, wess-halb der Schulmeister, der jenes für die Römische Jugendverfasste, den bekannten Spruch des Hesiodus:
ij de Y.axrj ßoulrj r(p ßoi>/.e6oavn xay.ioTT]nicht gleichfalls durch den seit Ennius so schnell populärgewordenen Hexameter wiedergegeben hat. — Dagegen istunstatthaft die Ansicht Fleckeisen's, dass Cato's Gedicht inSotadeen verfasst sei. Von diesem Kernrömer kann manam wenigsten eine Anwendung jenes wunderlichen Vers-masses erwarten, welches die grammatisirenden Liebhabereiendes Ennius und Accius in die Römische Litteratur einge-führt und eingebürgert haben. Auch fällt es nicht schwerbei den Licenzen, die sich beide Dichter in Behandlung desSotadeus verstattet, jedes beliebige Schriftstück des Römi-schen Alterthums in ähnliche Verse zu bringen.
S- 46 Z. 3 von unten ersuche ich zu lesen:
Natürlich gilt dies ebenso für Hypothesen, die sich aus-schliesslich auf die handschriftliche Ueberlieferung stützen(welche übrigens beiläufig gesagt, mit Ausnahme des abla-tivischen, gelegentlich auch accusativischen »med« »ted«»sed,« dem > d paragogicum« wenig oder gar keinen An-halt gewährt).
S. 52 Z. 6:
Da heutzutage manche Philologen den Schwerpunktihrer wissenschaftlichen Thätigkeit mit Vorliebe in Zeit-schriften, bez. Programme verlegen, so glaube ich davor