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trauen und die Sympathie des Publicums zum LitterarischenCentralblatt können durch Kritiken wie die oben erwähnteunmöglich gewinnen.
Zu ändern wüsste ich nichts an meiner Schrift, wieschon in dem Vorwort zur zweiten Ausgabe bemerkt ist,doch geschieht wohl Manchem ein Gefallen, wenn ich diesoder jenes, was dort kurz angedeutet, ausführlicher darlege.
Ich werde mich aber überall der grössten Kürze be-fleissigen. Sonst wäre es mir leicht, wenn ich alles, wasich über die wichtigsten Fragen der Philologie und Päda-gogik oder auch über Ritschi noch zu sagen habe, ent-wickeln wollte, statt einer Brochüre ein justum volumen zuproduciren.
Zur Sache alsol
Der An. nimmt Anstoss S. 1477, dass ich meine Bio-graphie als eine »wissenschaftliche« bezeichne. Ich würdedies mit Stillschweigen übergehen, wenn ich nicht fürchtete,dass auch manche kundigere Leute als er über das Weseneiner wissenschaftlichen Biographie nicht recht im klarensind. Deshalb definire ich diesen Begriff.
Unter einer wissenschaftlichen Biographie verstehe ichund kann man nur verstehen die objective Darstellung derwissenschaftlichen und, wo solche statt gefunden, pädago-gischen Thätigkeit eines Gelehrten, bei der seine Lebensge-schichte und sein Charakter nur so weit in Betracht gezogenwerden, als sie für die Entwickelung seiner wissenschaftlichenoder pädagogischen Thätigkeit Beachtung verdienen.
Die weit überwiegende Mehrzahl aller philologischenBiographien kann auf das Prädicat »wissenschaftlich« keinenoder nur bedingten Anspruch erheben.
Ich will hier nicht einmal urgiren, dass die meisten