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oben geschilderten Mängel Ritschl's in seinem Geiste, dochohne gedankenlos auf die Worte des Meisters zu schwören,die von Ritschi unternommene Arbeit weiter zu führen und,soweit möglich, zum Abschluss zu bringen, ohne Unter-schied zwischen Ritschelianern und nicht-Ritschelianern.Denn es ist nicht zu wünschen, übrigens auch nicht zufürchten, dass Plautus die ausschliessliche Domaine einer,wenn auch gut disciplinirten, und theilweise über namhafteKräfte verfügenden, Schule werde-
S. 31 Z. 3 von unten hinter den Worten » desselbenGegenstandes«:
Namentlich billige ich auch Ritschl's mit den Jahrenwachsende Strenge gegen den Hiatus, und kann das be-kannte Zeugniss Ciceros, der überhaupt von altlateinischerGrammatik und Metrik sehr oberflächliche Kenntnisse hatte,hiergegen, meines Erachtens, nicht in Betracht kommen.
Wie es die Natur der Sache mit sich bringt, war dasGefühl der Hässlichkeit des Hiatus innerhalb eines oderzweier Wörter am stärksten in der ältesten Zeit des Grie-chischen und des Lateinischen: dem entsprechend musstenauch damals die Mittel zur Beseitigung jenes Missklangsdie energischsten und die gegen ihn geübte Toleranz amseltensten sein. Dass manche sehr späte Dichter, wie Non-nus und Claudianus, eine weit grössere Abneigung gegenden Hiatus zeigen als Homer und Virgil, ist lediglich derStrenge starrer Schulobservanz beizumessen, keineswegs le-bendigem Sprachgefühl, wie die rhythmischen Poesien derRömer und Byzantiner zeigen. Sonst könnte man auch an-nehmen, dass des Nonnus und Claudianus Zeitgenossendas Griechische und das Latein lautlich und prosodisch