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Friedrich Ritschl : eine wissenschaftliche Biographie
Entstehung
Seite
158
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Bedingungen der Entwicklung der römischen Litteratur,genau dieselben Grundsätze wie ich statuirt haben.

Von selbst versteht es sich ferner, dass Hemsterhuisund Ruhnken nur vollständige Werke der ältesten griechi-schen Litteratur. keineswegs zerstückelte. Fragmente alsGrundlage philologischer Bildung benutzt sehen wollten, wiedies, wenn es dafür noch eines Beweises bedürfte, die a. a. O.folgende Exposition Ruhnkens documentirt.

S. 23 Z. n wolle man hinter den Worten »AngeloMai entdeckt hat« einschalten:

Ritschi meinte [proleg. Trin. XXXVII], dass der Am-brosianus und alle übrigen Handschriften des Plautus demsel-ben Archetypus entstammten. Ich bin aber vielmehr geneigtder Ansicht Studemund's und BenoistV) beizutreten, welcheGelehrte meinen, dass der Ambrosianus einer wesentlichandern Recension entsprungen ist als der vetus, decurtatusund Ursinianus.

Definitiv wird sich dies erst entscheiden lassen, wennder ganze kritische Apparat zu Plautus und namentlich alles,was vom Ambrosianus entziffert ist, zur Beurtheilung vor-liegt. Hoffentlich wird Herr Professor Studemund seineVerdienste um Plautus durch die hier gewünschten Publi-cationen krönen und so seinen Namen für alle Zeiten mitdem des Plautus verbinden. Denn es unterliegt keinemZweifel, dass das Lesen schwieriger Handschriften mindestensebensosehr ein Werk des geistigen als des körperlichen Augesist und grade die Geschichte der Collationen PlautinischerHandschriften hat dies mehr denn genügend demonstrirt.

>) vgl. Hrn. Benoist kürzlich erschienenes Werk »Piaute Mor-ceaux choisis« pag. IV der Preface.