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einen solchen Umfang hat, dass auch der begabteste undfleissigste Student alle Kräfte aufbieten muss, um beim Ab-schluss des Quadrienniums ein nur einigermassen treuesund vollständiges Bild der Alterthumswissenschaft von derUniversität mitzunehmen, an dessen Ergänzung und Aus-führung im Detail er, will er gewissenhaft sein, noch inspätem Jahren genug zu thun hat — ganz abgesehen vonselbständigen Productionen in der Wissenschaft. — Unddiese schwere Aufgabe will man noch schwerer machendurch neue Forderungen! Denn selbstverständlich hätte einähnliches Gesetz nur Sinn, wenn eine gründliche, nichteine oberflächliche Kenntniss der altindischen Spracheund Litteratur zu erreichen wäre, weil, im andern Falle,die in unserer Zeit schon so weit verbreitete Neigung, vonVielem etwas, aber nichts gründlich zu wissen, und füralles mögliche ein Interesse zu zeigen, ohne eigentlich fürirgend etwas ein energisches Interesse zu besitzen, kurzmehr zu scheinen als zu sein, von Staatswegen bedenklichstgefördert würde.
Zum gründlichen Studium aber des Sanskrit gehört,wie mir alle Kenner dieser Sprache versichert haben, so-viel Zeit, wie sie der Student der klassischen Philologieohne bedeutende Verflachung der philologischen Studienunmöglich aufwenden kann.
Vielleicht noch schlimmer wäre es, dass durch einsolches Gesetz die schon durch Ritschl's Einfluss, wennauch mehr zufällig und wider seinen Willen, bedenklich ge-förderte Neigung vieler heutigen Philologen, den Schwer-punkt der klassischen Philologie aus der Mitte des Kreis-laufes der antiken sprachlichen und litterarischen Entwick-lung in die Peripherie zu verlegen, wogegen im Interesse