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was S. 51 in Bezug auf den Rückschritt in der Kunst desLateinschreibens und die daher den klassischen Studienauf Universitäten und Gymnasien drohende Verwilderungund Roheit bemerkt, wie ich über die von Nägelsbach —■auch von anderen Gelehrten Deutschlands — beliebten stilisti-schen Uebungen im Latein, bez. Griechisch, denke. — Ichbemerke zunächst, dass ich im Princip mit diesen völlig ein-verstanden bin. — Man lasse sich nur nicht durch abge-schmackte Phrasen von Beschränkung der studentischenFreiheit u. s. w. imponircn. Der schöne Name »Freiheit«wird hier, wie so oft im Leben, schnöde missbraucht.
Die Uebungen können doppelter Art sein. Entwederwerden sie angekündigt mit einem Colleg über lateinische,bez. griechische Syntax. In diesem Fall ist es geradezulächerlich, von Beschränkung der akademischen Freiheit zureden: denn es steht ja in Jedes Belieben, solche Collegienanzunehmen oder nicht anzunehmen. Jedenfalls werdensie, wenn ein tüchtiger Docent für ihren Werth bürgt, starkbesucht sein. Denn die Vortheile, die Gewandtheit imGriechischen und zumal im Lateinischen Ausdruck bringt,dürften jedem philologischen Studenten klar sein. — Oder,noch besser, die Uebungen werden in die Seminarien ver-legt: auch in diesem Fall wird die studentische Freiheitnicht gekürzt. Denn die Mitglieder der Seminarien nehmenschon so gesetzlich, gegen bestimmte materielle Vortheile,gewisse Verpflichtungen in Bezug auf Interpretationen, Dis-putationen und schriftliche Arbeiten auf sich. Sollte manes nun für nöthig halten, wegen des Zutretens stilistischerBeschäftigungen, den lateinischen wie griechischen Uebungennoch je eine Stunde wöchentlich beizufügen, so wäre dieskein bedeutendes Hinderniss. Nur erforderte es die Billig-