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Friedrich Ritschl : eine wissenschaftliche Biographie
Entstehung
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halb des griechischen Sprachgebrauchs, speciell was Ionismusund Atticismus betrifft, ihm nicht ganz gleich sind. Aus-führlich habe ich mich über Cobet's Vorzüge und MängelS. 117 ff. der Geschichte der klassischen Philologie in denNiederlanden ausgesprochen. Dass mein Urtheil in derwissenschaftlichen Biographie noch günstiger ausgefallen,ist theils dem erneuten Studium seiner Arbeiten, theils seinenseit 1869 erfolgten Publicationen zuzuschreiben.

Ich benutze aber diese Gelegenheit, um die Meinungauszusprechen, dass überhaupt von manchen GräcistenDeutschlands dem grammatischen wie dem syntaktischenTheil der griechischen Philologie nicht die Wichtigkeit bei-gelegt zu sein scheint, die sie verdienten. Ob dies imAugenblick überall geschieht, ob was die Vorlesungen überGrammatik und Syntaxis, sowie über die für den Studentender Philologie wichtigsten Autoren des alten Griechenlandsbetrifft, nicht manche Universitäten Deutschlands zur Stundebedenkliche Lücken zeigen darüber mögen andere ent-scheiden.

Ich wähle ein paar Beispiele aus der Vergangenheit.

Böckh's Ingenium war freilich so universal, dass eskeinen Theil der griechischen Alterthumskunde ausser AchtHess. Aber doch tritt, wenn ich nicht irre, die Behand-lung der Grammatik und Syntaxis bei ihm in Vergleichzu den Productionen auf vielen andern Gebieten der griechi-schen Philologie zurück. Noch mehr gilt dies für seinengrossen Schüler, den allzufrüh gestorbenen Otfried Müller,und am übelsten dürfte es in dieser Hinsicht mit Welckerstehen.

Sollte alles, was ich eben über Cobet u. s. w. gesagt,unbegründet sein, so werde ich mich freuen, von namhaften