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Um einen grossen Gelehrten zu bilden, bedarf es fernernicht blos des Talents, sondern ebensosehr der Gelehrsam-keit (von der er ja den Namen hat), die nur durch gründ-liches Studium erlangt wird, und ohne die selbst das Geniein der Wissenschaft häufig nichts machen kann.
Gewichtiger ist etwas anderes. Man könnte einwenden,dass in unseren materiellen Zeiten, wenn der Zutritt zurakademischen Lehrthätigkeit in besagter Weise erschwertwürde, sich die Zahl der Privatdocenten, der Pflanzschulekünftiger Professoren, in bedenklicher Weise vermindernkönnte.
Aber auch dagegen Hesse sich wohl Rath schaffen,theils indem man junge Doctoren der Philologie, die vongewichtigen Autoritäten empfohlen sind, wenn sie dessenbedürfen, während der Zeit, bevor sie sich habilitiren, li-beral unterstützte, theils indem man tüchtige Kräfte nachder Habilitation so schnell als irgend möglich beförderte.
Zum Schluss ärgert sich der An., der, wie es scheint,Gräcist ist — Latinist wenigstens ist er nicht, wie wir ge-sehen haben —, dass ich Cobet den ersten Gräcisten diesesJahrhunderts genannt habe, und fragt, ob mir der NameLobeck niemals — ich gebe des An. eigene Worte —donnernd an's Ohr geschlagen sei. — Ich kann ihm ver-sichern, dass mir Lobeck's Name ebensowenig als derG. Hermann's unbekannt ist. Es leitete mich aber beimeinem, durchaus nicht von persönlicher Sympathie be-stimmten, Urtheil die Meinung, dass Hermann und Lobeck,mögen sie auch an Kenntniss der Arbeiten neuerer Grä-cisten Cobet weit überlegen, an Belesenheit in den grie-chischen Autoren ihm gleich sein, doch an ingeniöser Di-vination und subtiler Beobachtung und Scheidung inner