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und wichtigste, natürlich nicht die einzige, Aufgabe derphilologischen Professoren ansah. Von M. Haupt, derzwar durch gewisse Mängel, die ihm anhafteten, verhindertwar in der klassischen Philologie eine eigentliche Schulezu bilden- aber übrigens ein vorzüglicher Docent war, weissich es aus seinem eigenen Munde, dass er ganz derselbenAnsicht war. Ein Blick auf Böckh's, auf Hermann's akade-mische Thätigkeit zeigt eben dies. Und hat der grösstealler Deutschen Philologen, F. A. Wolf, dem vor allen derDeutsche Gymnasiallehrcrstand seine Hebung verdankt,wohl anders geurtheilt? Nur die völlige Unkenntniss vonWolfs pädagogischer Thätigkeit kann dies behaupten. Mankann sogar sagen, dass unter allen grossen PhilologenDeutschlands von Wolf bis auf Ritschi kein einziger derentgegengesetzten Ansicht war. Selbst Ritschi hat, soweitmir bekannt, niemals, weder öffentlich noch privatim, be-hauptet, dass er die Bildung von Gymnasiallehrern nichtals die erste und wichtigste Aufgabe der philologischen Pro-fessoren ansähe, er vermerkte es vielmehr stets sehr übel,wenn man ihm vorwarf, dass er keine Gymnasiallehrerbilde. — Wie wäre es auch anders möglich gewesen?
Wenn der philologische Professor seine Collegien nichtden Bedürfnissen der künftigen Gymnasiallehrer accommo"dirt — für wen soll er sie dann einrichten?
Etwa für die wenigen Dilettanten, die humanistischerZwecke wegen philologische Collegien zuweilen hören? —Das wird doch selbst der An. nicht behaupten.
Oder für die künftigen akademischen Docenten? —Aber wie klein ist diese Zahl gegen die, welche dieGymnasialcarriere einzuschlagen beabsichtigen. Auch weisswohl fast nie ein Student, wenn er zur Universität kommt,