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Falls man dagegen unter einer kleinen Universität einederartige versteht, an der das Docenten - Personal und diewissenschaftlichen Hülfsmittel ungenügend sind, so bin ichihr entschiedener Gegner. Denn ich meine, dass der Staatgegen seine Angehörigen, und was damit gleichbedeutendist, gegen sich selbst die moralische Verpflichtung hat,jedem Studenten die Möglichkeit zu gewähren, sich an einerUniversität in allen Theilen der Wissenschaft, die diesererkoren, vollständig, nicht bloss theilweise auszubilden, in-sofern es Vielen wegen ihrer Vermögenverhältnisse oderaus anderen Gründen garnicht möglich ist, mehrere Univer-sitäten zu besuchen. Speciell bei den Philologen, die meistnicht sehr mit irdischen Gütern gesegnet sind, hat es un-berechenbaren Schaden gestiftet, dass sie oft genug genöthigtwaren sich auf Universitäten zu bilden, die von einer voll-ständigen Vertretung der wichtigsten Fächer weit entferntwaren.
Meint man, es würde sich so die Zahl der Studenten,die von einer Universität zur anderen gehen, verringern, sogebe ich dies zu, ohne darin einen besondern Schaden zusehen. Ganz aufhören werden aber diese Zugvögel, ummich so auszudrücken, gewiss nicht, und dies wäre auchnicht zu wünschen. Vielmehr werden immer viele jungeMänner, sei es um studentischer Divertissements willen, seies umgekehrt, um ruhiger zu arbeiten, sei es endlich umden Unterricht berühmter Gelehrten zu gemessen, sich nichtmit einer Universität begnügen. Denn wenn auch dieQuantität der philologischen Lehrer überall gleich wäre, dieQualität wird natürlich immer differiren.
Eine Verstärkung der Lehrkräfte an den kleineren Uni-versitäten scheint mir übrigens auch deshalb geboten, um